Noch ein schweigsamer Ex-Vorstand im U-Ausschuss
Die für das Milliardendebakel der BayernLB verantwortlichen Bankvorstände demonstrieren im Untersuchungsausschuss des Landtags weiter große Verschwiegenheit. Am Donnerstag verweigerte auch der frühere Risikovorstand Gerhard Gribkowsky (52) die Aussage.

Foto © AP
Nach mehreren seiner Ex-Kollegen in der vergangenen Woche verweigerte am Donnerstag auch der frühere Risikovorstand Gerhard Gribkowsky (52) die Aussage, weil gegen ihn wegen Untreueverdachts ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft München läuft. "Ich mache von meinem Aussageverweigerungsrecht umfassend Gebrauch", sagte der Ex-Manager. Als Beruf gab er "freigestellter Bankvorstand" an.
Der Verwaltungsrat der BayernLB hatte Gribkowsky im Frühjahr 2008 gefeuert, weil er mitverantwortlich für die Milliardenlasten gemacht wurde, die die Bank sich bei Geschäften mit US-Hypothekenpapieren eingehandelt hatte. Gribkowsky klagte jedoch, derzeit bezieht er nach Angaben informierter Kreise weiter ein sechsstelliges Gehalt von der BayernLB.
Thema des Untersuchungsausschusses sind aber nicht die Wertpapierspekulationen in den USA, sondern der Kauf der maroden Kärntner Bank Hypo Alpe Adria im Jahr 2007. Bis zur Rückgabe an Österreich im vergangenen Winter hatte die BayernLB deswegen 3,7 Mrd. Euro verloren. Der Ausschussvorsitzende Thomas Kreuzer kritisierte Gribkowskys Schweigen: "Uns erschwert das die Aufklärung der Sache, auf die die bayerische Bevölkerung einen Anspruch hat."













