Hypo Einbruch: Erste Spuren gefunden
Knalleffekt: Einbruch bei Hypo-Leasing vermutlich kein Spionagefall. Spurensicherer stellten an einer Fluchttüre Manipulationen fest. Polizei glaubt an "ganz normalen Einbrecher".

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Überraschende Wende bei den Ermittlungen rund um den rätselhaften Einbruch in der Hypo Alpe Adria-Leasing Ende Mai: Ging die Polizei anfangs von einem Spionagefall im Zusammenhang mit dem Hypo-Milliarden-Skandal aus (wir berichteten), glaubt man jetzt eher an einen "normalen" Einbruch. Die Spurensicherung hat nämlich in der Zwischenzeit doch Einbruchsspuren gefunden.
"Sie sind zwar nur leicht, aber doch vorhanden", sagt Herbert Rogl, geschäftsführender Leiter des Landeskriminalamtes. "Eine Fluchttüre, die von innen offen sein muss, wurde manipuliert." Hat sich also ein Gelegenheitsdieb an den Aktenschränken, in denen sich brisante Aufsichtsratsprotokolle befunden haben, zu schaffen gemacht? "Ja, es kann sich tatsächlich um einen, sagen wir mal, 08/15-Täter handeln. In diesem Industriegebiet in Klagenfurt-St. Peter kommt es immer wieder zu Einbrüchen."
Der brisante Kriminalfall hatte in der Vorwoche für Aufregung gesorgt: Da der Verdacht nahe lag, der Einbruch könnte im Zusammenhang mit der Hypo-Affäre stehen, wurde dieser von der Polizei zehn Tage lang geheim gehalten. Man ging von einem Täter mit Insiderwissen aus, der sich mit Schlüssel und Zugangskarte Eintritt verschafft hatte. Die Polizei gab anfangs bekannt, keine Einbruchsspuren gefunden zu haben. Nachdem die Aktenschränke durchwühlt worden waren, lag es nahe zu denken, dass der Täter Akten kopiert oder fotografiert hat. Gestohlen wurden Sparbücher mit 30.000 Euro Einlage, die jedoch für den Täter wertlos sind: Sie sind eine Besicherung für Leasingverträge und können nur vom Besitzer behoben werden.
Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes sind noch nicht abgeschlossen und gehen in alle Richtungen weiter.













