Lopatka: "Hypo könnte erst später saniert werden"
ÖVP-Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka bestätigte, dass es bei der Ende 2009 notverstaatlichten Hypo Group Alpe Adria später werden dürfte mit der Sanierung. "Da liege noch vieles im Dunkeln".

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Doch die neue Führung arbeite mit enormem Einsatz daran, alles aufzuarbeiten. "Die Sanierung dürfte wohl länger dauern als drei Jahre. Ich sehe aber gute Chancen, dass die Bank bis 2015 wieder auf gute Beine gestellt sein wird."
Pleite schlimmer als Verstaatlichung
Zu Behauptungen, die Republik Österreich sei bei der Übernahme der Hypo zu wenig sorgfältig vorgegangen, sagte der VP-Finanzpolitiker, man sei gezwungen gewesen, rasch zu handeln. Es habe keine Alternative zur Verstaatlichung gegeben: "Eine Pleite der Hypo hätte für den Bankenstandort Österreich wesentlich gravierendere Folgen gehabt als mögliche Nachschüsse."
Gegenüber dem "WirtschaftsBlatt" stellte er Landesbanken generell in Frage. Das Dilemma der Hypo sei wohl auch durch politische Zurufe entstanden. Im Zusammenhang mit weiteren Hypos in Bedrängnis sei zu hinterfragen, welche Funktionen diese Banken ursprünglich hatten und welche Geschäfte sie jetzt machten. "Es wird in Deutschland und Österreich bei den Landesbanken zu strukturellen Änderungen kommen."
Schuldige Manager sollten grundsätzlich persönlich haften und bei solchem schuldhaftem Verhalten sei auch der Aufsichtsrat in die Pflicht zu nehmen, findet Lopatka.
Finanzhilfe
"Wenn es notwendig ist, sollte das Bankenpaket verlängert werden", sagte ÖVP-Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka im Interview mit dem "WirtschaftsBlatt" zur aktuellen Krise um Griechenland. Das Bankenhilfspaket läuft zu Jahresende aus. Er sei vorsichtig geworden, was diese Krise betreffe.













