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Zuletzt aktualisiert: 21.04.2010 um 20:25 UhrKommentare

"Business-Pläne, nicht Risiko wurde beurteilt"

Gutachter erklärten, wie sie die Hypo auf einen Wert von 3,1 Milliarden Euro schätzten.

21 Personen haben die Mitglieder des Hypo Untersuchungsausschusses bisher als Zeugen geladen, erst sieben standen im Landtag auch Rede und Antwort - zwei davon gestern. Alexander Hohendanner und Victor Purtscher vom Wirtschaftsprüfer Deloitte erstellten im September 2006 ein Gutachten über den Wert der Hypo. "Der Zeitplan von drei Wochen war ambitioniert, aber der Vorstand der Bank wollte das so", erklärte Purtscher. Das Gutachten bildete die Basis für die Kapitalerhöhung, die damals von der Hypo angestrebt wurde. "War bekannt, ob die Hypo das Geld an der Börse oder bei anderen Partnern einsammeln will?", fragten die Ausschussmitglieder. "Das wurde nicht gesagt und war auch nicht Thema unseres Gutachtens."

Auf 2,7 bis 3,1 Millionen Euro wurde der Wert der Bank von den Gutachtern letztlich beziffert. Wobei sie einschränkten: "Wir haben uns dabei auf die Businesspläne der Bank verlassen und nicht in jede Gesellschaft einzeln hinein geprüft." Die Kapitalerhöhung wurde schließlich mit der Investorengruppe rund um Tilo Berlin durchgezogen.

Rückschlüsse auf die Bonität hätte man aus den Unterlagen, die ihnen zur Verfügung gestanden seien, nicht ziehen können, gaben die Gutachter an. Wohl aber hatte man bei Teilen Zweifel an der Plausibilität der Zahlen, etwa bei den Einsparungspotenzialen. "Diese flossen dann auch nicht in die Bewertung ein", sagte Hohendanner.

Geldwäscheverdacht

Indes meldete gestern "News", dass das Bundeskriminalamt einen Geldfluss von zwei Millionen Euro der Mons Carantanus Privatstiftung - der Privatstiftung von Tilo Berlins Familie - wegen Geldwäscheverdachts untersucht. Laut Bericht seien am 22. Juni 2009 von der Hypo Alpe Adria Bank 2,3 Millionen Euro auf ein Konto überwiesen worden. Am 13. Oktober 2009 seien dann 2,2 Millionen Euro an eine andere Privatstiftung überwiesen worden - just einen Tag, bevor eine Hausdurchsuchung bei den Beteiligten des Hypo-Deals stattfand.


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Wie geht es mit Hypo Alpe Adria Bank weiter?

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Serie "Die Akte Hypo"

Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Bereicherung und Balkangeschäfte hinter Stiftungsschleiern, Verlust-Exzesse bis zum Beinahe-Ruin. Der Krimi um die Hypo Alpe-Adria. Die Serie zum Mega-Debakel der Kärntner Landesbank.

 

Grafik: 1. Halbjahr 2010 & Entwicklung der HGAA

Quelle: APA
 


Eigentümer

Am 14. Dezember 2009 wurde die Hypo Group Alpe Adria verstaatlicht. Die ehemaligen Eigentümer BayernLB, Grawe und Land Kärnten mussten ihre Anteile für je einen Euro abtreten.

 

Grafik: Konzernstruktur

Quelle: APA
 

Grafik: Kärntens Finanzen

Quelle: APA
 


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