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Hypo-Task-Force zeichnet sich durch Verschwiegenheit aus Hypo Italien will man "lebendig stilllegen" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Hypo Alpe Adria Nächster Artikel Hypo-Task-Force zeichnet sich durch Verschwiegenheit aus Hypo Italien will man "lebendig stilllegen"
Zuletzt aktualisiert: 15.04.2010 um 14:37 UhrKommentare

Mängel im Kontrollsystem bereits 2002 festgestellt

Nach Aussagen von Hans-Dieter Kerstnig, Leiter der Internen Revision der Hypo Group Alpe Adria, habe die Revision Verbesserungen bereits 2002 empfohlen. Vorstand und Aufsichtsrat seien "stets informiert" gewesen.

Foto © Weichelbraun/KLZ

Bereits 2002 hat die Interne Revision Mängel im Kontrollsystem der Hypo-Alpe Adria Bank gefunden. Das hat Hans-Dieter Kerstnig, Leiter der Internen Revision der Hypo Group Alpe Adria am Donnerstag vor dem Kärntner U-Ausschuss ausgesagt. Vorstand und Aufsichtsrat seien über die Ergebnisse der internen Prüfung stets informiert gewesen, so Kerstnig.

Die Mängel habe man bei den Kontrollinstrumenten im Bereich der Swap-Geschäfte festgestellt, erklärte Kerstnig. Man habe deutliche Hinweise dafür gefunden, dass die Kontrollinstrumente Bank nicht ausreichend gewesen seien. 2005 wurden dann die Verluste in diesem Geschäftsbereich bekannt. In diesem Jahr hat es auch eine Follow up Prüfung gegeben, die einen Umsetzungsgrad der vorgeschlagenen Verbesserungsmaßnahmen von rund 50 Prozent ergeben habe.

Mängel hat die interne Prüfstelle laut Kerstnig 2006 im Bereich des Kreditwesens aufgezeigt. Man habe festgestellt, dass die Systeme nicht wirklich funktionieren und verbessert werden müssen. Beim Risikomanagement habe es Nachholbedarf gegeben. Daraus seien entsprechende Empfehlungen für eine Änderung erfolgt.

Die Ergebnisse seien nicht nur dem Vorstand bekanntgewesen, sondern auch dem Aufsichtsrat berichtet worden, erzählte der Leiter der Internen Revision. Der Aufsichtskommissär des Landes Kärnten sei bei Aufsichtsratssitzungen, bei denen die Ergebnisse der internen Prüftätigkeit Thema gewesen sei, "immer wieder dabei gewesen", sagte Kerstnig. Die Funktion des Aufsichtskommissärs übte damals Landeshauptmann Jörg Haider aus. Bei welchen und wie vielen dieser Sitzungen kein Vertreter des Landes dabei gewesen sei, könne er nicht sagen, so Kerstnig.

Etwa ein Jahr nach der Feststellung der Mängel in der Kontrolle bei der Kreditabwicklung habe die Führung beschlossen, einen externen Berater mit dem entsprechenden Know-how beizuziehen, der "neuzeitliche, vielleicht auf der Erfahrung in anderen Banken basierende Kreditprozesse" implementieren sollte, erklärte Kerstnig.

In die Verkaufsverhandlungen an die BayernLB sei seine Abteilung nicht eingebunden gewesen, sagte er. Allerdings hätten von den Bayern beauftragte externe sowie interne Stellen der BayernLB Einblick in die Prüfungsergebnisse genommen.

Am Nachmittag stand die Befragung von Michael Hysek, dem Leiter der Bankenaufsicht der Finanzmarktaufsicht, auf der Tagesordnung des Untersuchungsausschusses.


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