Geldwäsche-Verdacht gegen Hypo Alpe Adria in Montenegro
Die Hypo Alpe Adria Bank in der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica ist ins Visier der Behörde zur Bekämpfung der Geldwäsche (USPS) geraten. Sie untersucht jetzt laut Medienberichten Transaktionen mit Mafia-Firmen. Di Hypo AA dementiert.

Foto © Kleine Zeitung/Helmuth WeichselbraunHeadquarter der HGAA in Klagenfurt
Derzeit würden "einige verdächtige Geldüberweisungen und Kreditvergaben" in den Jahren 2008 und 2009 untersucht, bestätigte der Leiter der Behörde, Predrag Mitrovic, der Wochenzeitschrift "Monitor". Dabei gehe es um Transaktionen in Millionenhöhe mit Unternehmen, die mit dem flüchtigen serbischen Mafiaboss Darko Saric in Verbindung gebracht werden, schreibt "Monitor". Saric wird in Serbien verdächtigt, an der Spitze einer Gruppe zu stehen, die im vergangenen Jahr versucht hat, rund 2,7 Tonnen Kokain aus Südamerika nach Europa zu schmuggeln.
Laut "Monitor" haben die Hypo Alpe Adria Bank und Hypo Alpe Leasing Millionen-Kredite an vier montenegrinische Firmen vergeben, für die wiederum Firmen eines jungen Montenegriners als Bürgen auftraten, die im US-Staat Delaware und auf den Marshall-Inseln registriert waren. Die Kreditbeträge sollen sich zwischen einer und sieben Millionen Euro bewegt haben. Das jüngste Darlehen sei noch Ende Dezember 2009 gewährt worden, als die Ermittlungen gegen Saric in Serbien bereits auf Hochtouren liefen. Saric, gegen den es einen internationalen Haftbefehl gibt, hat sich inzwischen aus dem Staub gemacht.
Hypo weist Anschuldigungen zurück
Die Kärntner Hypo Group Alpe Adria Bank hat jene Darstellung zurückgewiesen, wonach die Bank in Montenegro ins Visier der Behörde zur Bekämpfung von Geldwäsche geraten sei. "Es gibt in Montenegro keine Untersuchungen gegen uns", sagte eine Unternehmenssprecherin am Freitag gegenüber der APA.
Ermittlungen würden vielmehr gegen den von der Wochenzeitschrift "Monitor" genannten Mafiaboss Darko Saric laufen, mit ihm habe die Hypo allerdings nichts zu tun. Zudem sei Predrag Mitrovic, Leiter der Anti-Geldwäsche-Behörde offenbar falsch zitiert worden. Die Hypo verwies auf ein kürzlich geführtes Interview im Montenegrinischen TV, in dem Mitrovic der Hypo eine sauber Weste bescheinigt haben soll.














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