"CSI-Hypo"-Chef zeigt sich verwundert über Aussagen von Staatsanwalt
Wolfgang Peschorn zeigt sich verwundert über die Aussagen des Leitenden Klagenfurter Staatsanwaltes Gottfried Kranz. Er hätte bereits drei Besprechungen mit Staatsanwaltschaft gehabt.

Foto © Weichselbraun/KLZ
Mit Verwunderung hat Wolfgang Peschorn, Chef der "CSI-Hypo", am Sonntag auf eine Aussage des Leitenden Klagenfurter Staatsanwaltes Gottfried Kranz reagiert. Dieser hatte in einem APA-Interview erklärt, noch nie jemanden von der CSI gesehen zu haben und auch nicht zu wissen, wer das sei. "Es hat schon drei Besprechungen mit der Staatsanwaltschaft Klagenfurt gegeben, wir sind in der Causa Hypo mit wichtige Koordinationsaufgaben betraut", erklärte Peschorn, der auch Chef der Finanzprokuratur ist.
Die Koordinationstätigkeit der "CSI-Hypo" drehe sich im wesentlichen um drei Großbereiche. Auf der einen Seite stehe die Staatsanwaltschaft, die strafrechtlich relevante Vorfälle rund um die kürzlich zwangsverstaatlichte Hypo Group Alpe Adria zu klären habe. An zweiter Stelle, stehe die Bank, die bis Ende März ein Restrukturierungsprogramm vorlegen müsse und dabei sei, die Ursachen für den Vermögensverfall des Instituts zu ergründen. Zuletzt wolle der neue Eigentümer, die Republik, genau wissen, wie es um die Bank steht und "keine Überraschungen erleben", so Peschorn im Gespräch mit der APA.
Aus Sicht der CSI gelte es alle drei Kreise zu koordinieren. "Wir arbeiten an der gesamten Aufarbeitung der Vergangenheit, und das geht weit über strafrechtliche Tatbestände hinaus", sagte Peschorn. Nicht alles, was in der Kärntner Bank passiert sei, sei zwangsläufig strafrechtlich relevant. "Man kann auch einfach nur blöd Wirtschaften", meinte Peschorn. Die "CSI-Hypo" habe sozusagen das große Ganze im Blick.
Bei der CSI-Hypo handelt sich um einen Pool von 100 Leuten, inklusive 20 externer Finanz-, Steuer- und Rechtsexperten, die Stellungnahmen zu den verschiedenen Problembereichen erstellen werden. Finanzminister Josef Pröll (V) hatte bei der Vorstellung der "CSI Hypo" erklärt, es gehe um die "kriminaltechnische" Aufarbeitung des Falles, es sei ein forensisches Prüfungsteam, das alle privat- und organrechtlichen Vorgänge der letzten Jahre auf Haftungen und Schadenersatz prüfen solle." Es geht um die Sichtung von Unterlagen und Strukturen der letzten 15 Jahre.













