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Zuletzt aktualisiert: 22.02.2010 um 17:14 UhrKommentare

Vorstand Pinkl verlässt die Hypo

Aktueller Vorsitzender Franz Pinkl, wird sich nicht wieder bewerben. Nach Andeutungen aus dem Aufsichtsrat war Pinkls Schritt absehbar. Chemie mit einem Großteil der Räte soll nicht mehr gestimmt haben.

Franz Pinkl steht nicht mehr als Hypo-Vorstand zur Verfügung

Foto © APAFranz Pinkl steht nicht mehr als Hypo-Vorstand zur Verfügung

Nächster Paukenschlag bei der Hypo Alpe Adria Bank: Vorstandschef Franz Pinkl wirft das Handtuch. Er wird sich nicht wieder für den Vorstandsvorsitz bewerben.

Seit Samstag sind vier Vorstandsposten, einschließlich die Position des Vorstandsvorsitzenden ausgeschrieben. Diesen Schritt hat der Aufsichtsrat der Bank, Johannes Ditz, in einem Gespräch mit der Kleinen Zeitung schon in der Vorwoche angekündigt. Dass Franz Pinkl als Vorstand der Krisenbank angezählt war, war nach Andeutungen aus dem Aufsichtsrat zu erwarten.

Als die Hypo Ende 2009 notverstaatlicht werden musste, wollte das Finanzministerium an Pinkl festhalten. Finanzminister Josef Pröll streute ihm Rosen, seine Kooperationsbereitschaft bei der Ermittlung der Risikosituation der Bank wurde allseits gelobt. Er habe die Bank in ruhiges Fahrwasser geführt.

In seiner Stellungnahme macht Pinkl kein Hehl aus seiner Enttäuschung: "Im Zuge des Eigentümerwechsels habe ich meine Bereitschaft erklärt, weiterhin zur Verfügung zu stehen, um den Übergang ohne zusätzliche Reibung zu vollziehen." Seine letzte öffentliche Erklärung als Hypo-Chef war übrigens auch die erste seit seinem "Amtsantritt" vor neun Monaten.

Keine Bewerbung

Doch der Aufsichtsrat hat das Personalbüro Spencer Stuart mit der Suche nach einem neuen Vorstand beauftragt. Das in der Ausschreibung formulierte Anforderungsprofil war schon nicht mehr auf den 53-Jährigen zugeschnitten. Die SPÖ-Vertreter im Aufsichtsrat sollen darauf gedrängt haben, dass er den Chefsessel räumt. Die Ermunterung von Ditz, dass er sich ja auch bewerben könne, lehnt Pinkl ab. "Ich habe den Aufsichtsrat informiert, dass ich mich an dem Bewerbungsverfahren nicht beteiligen werde."

Als Pinkl am 1. Juni 2009 von der damaligen Hypo-Konzernmutter, BayernLB, als neuer Vorstand präsentiert wurde, war das Erstaunen in Bankenkreisen groß. Als Vorstand der Volksbanken AG und Veranwortlicher bei der Kommunalkredit war Pinkl bekanntlich glücklos.

ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER

KLEINE.tv

Analyse zum Styrian-Spirit-Urteil

Mit Schuldsprüchen und Haftstrafen von 2,5 bzw. 2 Jahren endete am Freit...Bewertet mit 4 Sternen

 

Serie "Die Akte Hypo"

Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Bereicherung und Balkangeschäfte hinter Stiftungsschleiern, Verlust-Exzesse bis zum Beinahe-Ruin. Der Krimi um die Hypo Alpe-Adria. Die Serie zum Mega-Debakel der Kärntner Landesbank.

 

Grafik: 1. Halbjahr 2010 & Entwicklung der HGAA

Quelle: APA
 


Eigentümer

Am 14. Dezember 2009 wurde die Hypo Group Alpe Adria verstaatlicht. Die ehemaligen Eigentümer BayernLB, Grawe und Land Kärnten mussten ihre Anteile für je einen Euro abtreten.

 

Grafik: Konzernstruktur

Quelle: APA
 

Grafik: Kärntens Finanzen

Quelle: APA
 


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