Hypo nun formell Staatsbank
Der Bund übernahm bereits gestern alle Aktien des Krisen-Instituts.
Die Mitte Dezember in einer Marathonsitzung beschlossene Verstaatlichung der Hypo Group Alpe Adria ist nun auch formell unter Dach und Fach. Wie das Unternehmen gestern ad hoc mitteilte, wurden sämtliche Anteile an der sanierungsbedürftigen Bank von der Republik Österreich gekauft.
Der Bund hat den drei großen Alteigentümern, der Bayerischen Landesbank, der Grazer Wechselseitigen Versicherung und dem Land Kärnten für die Übernahme jeweils einen symbolischen Euro bezahlt. Auch die Mitarbeiter gaben ihre Anteile ab. Dafür mussten die Alteigentümer der Bank noch einmal gut eine Milliarde an Kapital zuführen. Der Bund schießt bis zu 450 Millionen Euro ein, womit der Bank in Summe 1,5 Milliarden Euro Kapital zugeführt werden und die Eigenkapitalquote auf acht Prozent steigt. Dazu haben die heimischen Systembanken zugesagt, 500 Millionen Euro als Liquidität oder für Maßnahmen zur Risikobegrenzung, etwa Haftungen, bereitzustellen.
Grigg als Aufsichtsratsboss
Als Vorstand bleibt bis auf weiteres Franz Pinkl im Amt. Den Vorsitz im Aufsichtsrat führt Siegfried Grigg. Nach dem Ausscheiden von Michael Kemmer aus der BayernLB war auch dieser Posten vakant. Wann es im Aufsichtsrat der Hypo zu Rochaden kommen wird, ist noch offen.













