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Zuletzt aktualisiert: 14.12.2009 um 16:19 UhrKommentare

So will Kärnten Hypo-Millionen aufbringen

Die zugesagten 200 Millionen Euro müssen bis Ende Juni 2010 fließen. Land bleibt Hypo weiterhin als "Hausbank" treu.

Dobernig, Dörfler und Martinz bei der Pressekonferenz im Spiegelsaal

Foto © KoscherDobernig, Dörfler und Martinz bei der Pressekonferenz im Spiegelsaal

Wenige Stunden nach Ende der Marathonsitzung zur Rettung der finanzmaroden Hypo Group Alpe Adria in Wien haben die Kärntner Verhandler in Klagenfurt ihren Finanzierungsplan präsentiert. Das Land muss 200 Mio. Euro beisteuern, Laut Landeshauptmann Gerhard Dörfler (B) muss das Geld bis 30. Juni 2010 fließen.

Zwischenfinanzierung

50 Millionen Ergänzungskapital, das Kärnten in der Hypo hat, werden in Eigenkapital der Bank umgewandelt. Für den Rest muss das Land Zwischenfinanzierungen finden: rund 104 Millionen werden mit den zu erwartenden Haftungsprovisionen besichert. Derzeit haftet das Land noch für rund 18 Mrd. Euro. Diese Summe soll bis 2017 auf Null abgeschichtet sein. Bis 2014 machen die Provisionen laut Dörfler knapp 65 Mio. Euro aus. Bis 2017 sollen noch einmal rund 40 Mio. hereinkommen.

Die ausstehenden 46 Mio. Euro wird die Landesholding, die bisher die Hypoanteile verwaltet hat, aufbringen. In welcher Form, werde erst von Experten geprüft, sagte Holding-Aufsichtsratschef Josef Martinz (V). Das Land hat sich außerdem dazu verpflichtet, der Hypo weiterhin als "Hausbank" treuzubleiben. Aus diesem Titel errechnet sich ein Gesamtbeitrag Kärntens für die Liquidität der Bank von 227 Mio. Euro.

Schlosshotel Velden

Zwischendurch hatte es während der Verhandlungen auch geheißen, das Land müsste die Hypo-Tochter KHBAG, zu der unter anderem das Schlosshotel Velden gehört, samt deren Schulden übernehmen. Dieser Deal wäre mit 100 Mio. Euro bewertet worden. Diese Thema ist offenbar ebenso vom Tisch wie ein "Notverkauf" von Anteilen, welche die Kelag an der Verbund-Tochter Austrian Hydro Power (AHP) besitzt. Ebenso unangetastet blieb das Kernkapital des mit 500 Mio. Euro dotierten Zukunftsfonds, was Dörfler und Martinz sichtlich freute.

Wann die notwendige Hypo-Hauptversammlung stattfinden wird, stand am Montag noch nicht fest. Fixiert wurde hingegen ein Termin für eine AR-Sitzung der Kärntner Landesholding. Diese findet am Dienstag im Anschluss an die turnusmäßige Regierungssitzung statt, welche um 10.00 Uhr beginnt.


Audio

Antenne Josef Martinz zum Verhandlungsverlauf

Audio

Antenne Gerhard Dörfler und Harald Dobernig: "Bank in guten Händen"

KLEINE.tv

 

Serie "Die Akte Hypo"

Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Bereicherung und Balkangeschäfte hinter Stiftungsschleiern, Verlust-Exzesse bis zum Beinahe-Ruin. Der Krimi um die Hypo Alpe-Adria. Die Serie zum Mega-Debakel der Kärntner Landesbank.

 

Grafik: 1. Halbjahr 2010 & Entwicklung der HGAA

Quelle: APA
 


Eigentümer

Am 14. Dezember 2009 wurde die Hypo Group Alpe Adria verstaatlicht. Die ehemaligen Eigentümer BayernLB, Grawe und Land Kärnten mussten ihre Anteile für je einen Euro abtreten.

 

Grafik: Konzernstruktur

Quelle: APA
 

Grafik: Kärntens Finanzen

Quelle: APA
 


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