Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
26. Mai 2013 11:36 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Kritik an Finanzierung des "Hypo-Alpe-Adria-Desasters" Inder für Österreich-Tochter gut im Rennen Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Hypo Alpe Adria Nächster Artikel Kritik an Finanzierung des "Hypo-Alpe-Adria-Desasters" Inder für Österreich-Tochter gut im Rennen
Zuletzt aktualisiert: 03.12.2009 um 16:54 UhrKommentare

Milliarden-Affäre um Hypo-Kauf: Bayerns Finanzminister unter Druck

Bayerns Oppositionelle werfen dem bayerischen Finanzminister Verschleierung vor. Er musste sichdafür rechtfertigen, einen brisanten internen Prüfbericht über Monate hinweg unter Verschluss gehalten zu haben.

Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon

Foto © APA/ArchivbildBayerns Finanzminister Georg Fahrenschon

Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) gerät wegen der Milliarden-Affäre um den Kauf der maroden Bank Hypo Alpe Adria (HGAA) durch die BayernLB unter Druck. Die Vize-Chefin der BayernLB-Kontrollkommission im bayerischen Landtag sieht ihn rücktrittsreif. Der bayerische Minister musste sich am Donnerstag dafür rechtfertigen, dass er einen brisanten internen Prüfbericht über Monate hinweg unter Verschluss hielt.

Verschleierung

Er widersprach dabei allerdings der Darstellung, dass die Wirtschaftsprüferin Corinna Linner zu dem Schluss komme, der Kauf der HGAA im Jahr 2007 sei übereilt gewesen. Linner habe diese Einschätzung nach ausführlichen Beratungen im BayernLB-Verwaltungsrat revidiert, erklärte Fahrenschon. Spekulationen, es sei Druck auf Linner ausgeübt worden, wies er zurück. Die bayerische Landtags-Opposition warf Fahrenschon Verschleierung gegenüber dem Landtag vor. "Der Finanzminister steht zehn Zentimeter vor dem Rücktritt", sagte die Vize-Vorsitzende der BayernLB-Kontrollkommission des Landtags, Inge Aures (SPD).

Die SPD und die Grünen werfen Fahrenschon vor, den Prüfbericht jetzt nur unter Druck veröffentlicht zu haben. Tatsächlich hatten die Grünen am Mittwochnachmittag angekündigt, den Prüfbericht, der ihnen aus nicht genannter Quelle zur Verfügung gestellt wurde, am Donnerstagvormittag öffentlich machen zu wollen. Fahrenschon kam ihnen mit einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz zuvor. Fahrenschon räumte heute ein, dass der HGAA-Kauf im Jahr 2007 aus heutiger Warte ein Fehler gewesen sei. "Im Licht der heutigen Entwicklung muss man sagen: Der Kauf der HGAA war falsch." Man könne aber den damaligen Abwägungsprozess, der zum Kauf der Bank geführt habe, jetzt auch "nicht mehr auf Punkt und Komma nachvollziehen".


KLEINE.tv

Analyse zum Styrian-Spirit-Urteil

Mit Schuldsprüchen und Haftstrafen von 2,5 bzw. 2 Jahren endete am Freit...Bewertet mit 4 Sternen

 

Serie "Die Akte Hypo"

Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Bereicherung und Balkangeschäfte hinter Stiftungsschleiern, Verlust-Exzesse bis zum Beinahe-Ruin. Der Krimi um die Hypo Alpe-Adria. Die Serie zum Mega-Debakel der Kärntner Landesbank.

 

Grafik: 1. Halbjahr 2010 & Entwicklung der HGAA

Quelle: APA
 


Eigentümer

Am 14. Dezember 2009 wurde die Hypo Group Alpe Adria verstaatlicht. Die ehemaligen Eigentümer BayernLB, Grawe und Land Kärnten mussten ihre Anteile für je einen Euro abtreten.

 

Grafik: Konzernstruktur

Quelle: APA
 

Grafik: Kärntens Finanzen

Quelle: APA
 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang