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    Zuletzt aktualisiert: 13.12.2012 um 10:54 UhrKommentare

    Jede Woche gehen zehn Firmen Pleite

    In der Steiermark sind die Firmenpleiten heuer um rund zehn Prozent gestiegen. Die Schulden schossen von 345 auf 541 Millionen in die Höhe.

    Foto © Weichselbraun

    Es ist ein Fallbeispiel unter vielen. Erwin Z., Angestellter, 52 Jahre alt, verheiratet, ein schulpflichtiges Kind, sieht seine Zukunft tiefrot. Er hat mehr Schulden, als er von seinem Einkommen zurückzahlen kann. Z. hat die Notbremse gezogen, Privatkonkurs angemeldet.

    Die Zeiten werden sich kaum bessern, meint Franz Blantz vom AKV (Alpenländischer Kreditorenverband). Seit Jänner sind die Firmeninsolvenzen in der Steiermark um 9,73 Prozent von 473 auf 519 eröffnete Verfahren gestiegen. Die Schulden kletterten von 345 auf 541 Millionen Euro. 2013 rechnet Blantz zumindest bis zur Jahresmitte mit einem weiteren Anstieg der Firmenpleiten "im Ausmaß wie 2012". Betroffen sind vor allem die kleineren und mittleren Betriebe. Sie haben in den Krisenjahren nach 2009 ihr Kapital, so sie welches hatten, aufgebraucht und kommen bei Umsatzrückgängen nun nicht mehr über die Runden. "Die Dimension ist schon unglaublich", sagt Blantz. Bei den Pleiten liegen die Sektoren Handel, Kfz-Reparatur, Bau, Gastronomie mit Abstand vorn. In Österreich sind bis dato 6239 Unternehmen insolvent.

    Die Verbindlichkeiten (Passiva) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von rund drei auf rund 3,2 Milliarden Euro, die durch die Insolvenzen gefährdeten Arbeitsplätze erreichen nach rund 14.500 heuer 18.000.

    Bei den Privatinsolvenzen wurde in der Steiermark ein Rückgang um 5,48 Prozent auf 707 Fälle verzeichnet. Das sei an sich "kein Zeichen einer Gesundung", meint man im AKV, vielmehr hänge die Entwicklung mit der hohen Auslastung der Schuldnerberatung zusammen.

    Die durchschnittliche Verschuldung liegt in der Steiermark mit 184.000 Euro deutlich über dem Bundesschnitt von 107.000 Euro. Die Summe sei so hoch, weil "etwa die Hälfte der Fälle frühere Unternehmer betrifft", so Blantz. Die Gründe für einen Privatkonkurs sind vielfältig: Krankheit, Jobverlust, Scheidung, hohe laufende Verpflichtungen, hohe Kredite. 10.670 Privatkonkurse sind in Österreich registriert, die Außenstände machen rund eine Milliarde Euro aus.

    HELLFRIED SEMLER

    Fakten

    14 Privatpersonen und zehn Firmen schlittern in der Steiermark pro Woche in den Konkurs. Pro Tag (5-Tage-Woche) im Schnitt zwei bis drei. In Österreich gehen wöchentlich 120 Firmen und 205 Private pleite.

    3877 Arbeitsplätze sind durch die Firmenpleiten in der Steiermark im laufenden Jahr gefährdet. Im Vorjahr wackelten 2372 Jobs. Die Zahl der Firmeninsolvenzen stieg um fast zehn Prozent auf 519 an.

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