Eurogruppe beruft Telefonkonferenz zur spanischen Bankenkrise ein
Angesichts der Bankenkrise in Spanien halten die Finanzminister der Eurozone am Samstagnachmittag eine Telefonkonferenz ab. Die Eurozone rechne "jederzeit" mit einem Antrag Madrids auf europäische Hilfsgelder, meldete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf europäische Regierungskreise in Brüssel. Die spanische Regierung dementierte vorerst jedoch weiter jegliche diesbezügliche Absicht.
Die Telefonschaltung der Euro-Finanzminister sei für 16.00 Uhr MESZ angesetzt, hieß es in europäischen Regierungskreisen. Die Minister wollten dabei über ihre Bereitschaft beraten, Spanien bei einem Antrag Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm EFSF zu gewähren. Die Telefonkonferenz soll demnach von der Euro-Arbeitsgruppe vorbereitet werden, der ranghohe Beamte der Finanzministerien angehören.
Ein Sprecher des spanischen Wirtschaftsministeriums sagte AFP zufolge, es habe sich nichts an der Haltung des Landes geändert. Noch am Freitag hatte die Regierung allerdings auch Berichte über mögliche europäische Verhandlungen am Wochenende zurückgewiesen.
Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) brauchen die spanischen Banken Finanzhilfen in Höhe von mindestens 40 Milliarden Euro. Dies sei das Ergebnis eines Stresstests bei den spanischen Finanzinstituten, teilte der IWF mit. Allerdings sei der Wert nur die untere Grenze des Finanzbedarfs, sagte eine IWF-Verantwortliche. Häufig sei das 1,5- bis Zweifache des errechneten Bedarfs notwendig, um Geldhäuser krisenfest zu machen.
Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker mahnte mit Blick auf Spanien im Deutschlandradio Kultur zu schnellem Handeln. Unter den EFSF müsse das Land aber aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte den Dortmunder "Ruhr Nachrichten", es liege "an Spanien zu entscheiden, was richtig ienst".













