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    Zuletzt aktualisiert: 30.04.2012 um 10:23 UhrKommentare

    UNO: Sparpolitik verschärft Krise

    Die UN-Organisation ILO hat am Tag der Arbeitslosen bedrohliche Zahlen veröffentlicht. 2012 werden 202 Millionen Menschen ohne Job sein. Hauptgrund: die Sparpolitik in den Industriestaaten. Vor allem Jugendarbeitslosigkeit könnte zu Unruhen führen.

    40 Prozent der Arbeitslosen im Alter zwischen 25 und 49 Jahren haben seit mehr als einem Jahr keinen Job mehr

    Foto © Reuters40 Prozent der Arbeitslosen im Alter zwischen 25 und 49 Jahren haben seit mehr als einem Jahr keinen Job mehr

    Der Arbeitsmarkt wird sich in den Jahren 2012 und 2013 weltweit verschlechtern, erklärt die Internationale Organisation für Arbeit (ILO) am Montag in ihrem neuesten Bericht. Im laufenden Jahr würden 6 Millionen, im Jahr darauf 5 Millionen mehr Menschen arbeitslos sein.

    Dem Bericht zufolge steigt die weltweite Arbeitslosigkeit im Jahr 2012 somit auf 202 Millionen Personen gegenüber 196 Millionen im Vorjahr. 2013 wird die Zahl gemäß Schätzung der UNO-Sonderorganisation dann gar auf 207 Millionen ansteigen.

    Die neueste Zahlen fallen allerdings etwas besser aus, als ILO-Vizegeneraldirektor Guy Ryder noch zu Monatsbeginn in einem Interview mit deutschen Zeitung "Welt" in Aussicht gestellt hatte. Ryder hatte von 204 Millionen Arbeitslosen im Jahr 2012 und 209 Millionen per Ende 2013 gesprochen.

    Sparpolitik vertieft Krise

    In ihrem am Montag erschienenen Bericht kritisiert die ILO vor allem die derzeit grassierende Sparpolitik in der Euro-Zone. Sie vertiefe die Krise und könnte gar zu einer erneuten Rezession in Europa führen.

    Das Vorkrisen-Niveau des Jahres 2007 werde der Arbeitsmarkt so erst 2016 wieder erreichen. In früheren Schätzungen war die UNO-Sonderorganisation noch von einer Rückkehr zu damaligen Zahlen im Jahr 2014 oder 2015 ausgegangen.

    Nachdem sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2010 und Anfang 2011 noch leicht erholt habe, sei es gegen Ende des vergangenen Jahres wieder zu einer Verschlechterung gekommen, erklärt die ILO weiter. In zwei Drittel der europäischen Länder nehme die Arbeitslosigkeit derzeit zu, und auch die jüngste Erholung in den USA sei mit Vorsicht zu genießen. Nur in Lateinamerika gehe es derzeit aufwärts.

    Gefahr von Unruhen

    Besorgniserregend sei insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit. Diese habe in 80 Prozent der entwickelten Volkswirtschaften und in zwei Drittel der in Entwicklung begriffenen Länder zugenommen. Auch die Dauer des arbeitslosen Zustands erhöhe sich zunehmend: Über 40 Prozent der Arbeitssuchenden in Industrieländern seien bereits seit einem Jahr oder länger ohne Erfolg geblieben.

    Die zunehmende Arbeitslosigkeit werde auch das Risiko für das Aufkommen sozialer Unruhen verstärken, schätzt die ILO. Ein solches Gefahrenpotenzial ortet sie in 57 der 106 untersuchten Länder. Anstatt zu sparen, sollten deshalb vielmehr günstige Bedingungen für die Ermöglichung von Arbeitstätigkeit geschaffen werden.

    Zu diesen zählt die ILO unter anderen Steuererleichterungen, Investitionen der öffentlichen Hand und bessere Sozialleistungen. Gemeinsam könnten diese Maßnahmen bis zu 2 Millionen neuer Arbeitsplätze in den Industrieländern generieren.


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