Goldman Sachs arbeitet an Vergleich mit Börsenaufsicht
Die US-Börsenaufsicht SEC konfrontiert die US-Bank Goldman Sachs mit Betrugsvorwürfen. Goldman Sachs weist die Vorwürfe zurück, will aber mit schneller Beilegung der Angelegenheit den Imageschaden begrenzen.

Foto © Bankchef Lloyd Blankfein
Die US-Bank Goldman Sachs will einem Zeitungsbericht zufolge die Betrugsvorwürfe der Börsenaufsicht SEC zügig aus der Welt schaffen. Goldman arbeite zusammen mit der SEC an einer raschen Beendigung des Falles, schrieb die "New York Post" am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise. Goldman wolle mit einer schnellen Beilegung der Angelegenheit den Schaden für sein Image begrenzen.
"Es gilt als fast sicher, dass es einen Vergleich geben wird", zitierte das Blatt eine nicht näher genannte Person. Goldman in London war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.
Klage gegen Goldman Sachs
Die SEC hat Mitte April offiziell eine Klage gegen Goldman Sachs als Bank sowie gegen den mittlerweile beurlaubten Bond-Händler Fabrice Tourre eingereicht. Sie wirft den Bankern vor, Investoren bewusst wichtige Informationen über ein kompliziertes Anlageprodukt im Hypothekenbereich verschwiegen zu haben. Der Schaden bei den Anlegern beläuft sich auf rund eine Milliarde Dollar (755 Mio. Euro).
Goldman Sachs und Tourre haben die Vorwürfe zurückgewiesen. Goldman-Chef Lloyd Blankfein und andere hochrangige Manager sowie Tourre mussten in der Causa bereits am Dienstag vor einem US-Senatsausschuss aussagen.













