Obamas Bankenplan stößt auf Widerstand
Die von US-Präsident Barack Obama geplante Verschärfung der Handelsregeln für Großbanken ist in der Regierung offenbar umstritten. Die Kurse der Bankaktien schmieren der Reihe nach ab.

Foto © AP
Finanzminister Timothy Geithner sei besorgt, dass die Beschränkungen die Wettbewerbsfähigkeit der US-Großbanken gefährden könnte, sagten Personen aus der Finanzbranche am Donnerstag.
Zudem gehe Geithner nicht davon aus, dass die anvisierten Grenzen für den Banken-Eigenhandel das Problem an der Wurzel packen und künftige Exzesse verhindern könnten. Ein Sprecher Obamas erklärte dagegen, dass Geithner hinter den Vorschlägen des Präsidenten stehe.
Der US-Präsident hatte am Donnerstag angekündigt, risikoreiche Geschäfte zur Gewinnmaximierung von Banken deutlich zu erschweren. Die Vorschläge hatte eine Expertenkommission unter Vorsitz des ehemaligen US-Zentralbankchefs Paul Volcker erarbeitet.
Kursverluste in Europa
Die Pläne sorgten am Freitag im frühen Handel europaweit für Kursverluste bei Bankaktien. Größter Verlierer im Dax waren die Deutsche-Bank-Papiere, die 2,9 Prozent nachgaben. Am Donnerstag hatten Obamas Pläne bereits die Wall Street auf Talfahrt geschickt.
Die Pläne des US-Präsidenten haben am Freitag auch die Aktien europäischer Banken belastet. Die Titel der Credit Suisse und in etwas geringerem Ausmaß auch der UBS verzeichneten an der Zürcher Börse Kursverluste von rund vier Prozent, die damit etwa so hoch ausfielen wie bei Barclays oder Deutscher Bank.













