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Zuletzt aktualisiert: 11.09.2009 um 12:55 UhrKommentare

Mit Vollgas und 82 Weltpremieren durch die Krise

Neuvorstellungen sind das Salz in der Suppe auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt: Trotz der Krise bieten VW, Mercedes und Co ein breites Spektrum an Weltpremieren. Erstmals dabei: "Opel neu".

Foto © Reuters

Obwohl die Zahl der Aussteller und die Ausstellungsfläche im Krisenjahr 2009 zurückgegangen ist, wird es nach Angaben des veranstaltenden Verbands der Automobilindustrie (VDA) 82 Weltpremieren, darunter 42 von deutschen Herstellern, geben. Im folgenden ein kurzer Überblick über den Messeauftritt wichtiger Marken:

VW setzt bei der IAA auf Kleinwagen und Spritsparen. Die Wolfsburger zeigen drei neue Modelle ihre verbrauchsarmen Blue Motion Serie: Passat, Golf und Polo, der mit einem CO2-Ausstoß von nur 87 Gramm/Kilometer daherkommt. Außerdem zeigt VW die Kombiversion des Golf, den dreitürigen Polo und den Facelift des VW-Bus T5. Außerdem gibt es zwei Studien: ein Elektroauto und ein Ein-Liter-Auto.

Auch Opel wird auf der diesjährigen IAA nicht mit leeren Händen dastehen. Die angeschlagene Traditionsmarke präsentiert mit dem neuen Modell des Opel Astra ein Auto, von dem ein Großteil des wirtschaftlichen Erfolges der Rüsselsheimer abhängen wird, und mit dem Elektrofahrzeug Ampera ein Produkt, das auf die automobile Zukunft hinweist. Doch neue Autos werden am Opel-Stand nur eine Nebenrolle spielen. Viel mehr interessiert, wie es mit dem Unternehmen in Zukunft weitergeht.

Weltpremieren

Daimler stellt auf der IAA mehrere Weltpremieren vor: Hauptanziehungspunkt wird sicherlich der Mercedes SLS sein, der mit den eleganten Flügeltüren an den legendären Vorgänger aus den 50er Jahren erinnert. Doch mit dem Auto lässt sich kein Geld im Tagesgeschäft verdienen. In der aktuellen Absatzschwäche setzt Daimler eher auf die E-Klasse, um aus der Talsohle herauszukommen, und zeigt den neuen Kombi. Die Oberklasse-Autos der Konkurrenz sind schon seit einiger Zeit auf dem Markt, die E-Klasse ist das jüngste Modell in diesem Segment. Daimler setzt vor allem auf die Kostenvorteile der neuen Baureihe: Die vergleichbaren Materialkosten sind nach Angaben von Mercedes-Benz gegenüber dem Vorgänger um etwas mehr als 15 Prozent gesunken.

"Die E-Klasse verkauft sich gut. Sie übertrifft in einigen Märkten sogar unsere Erwartungen", sagte Mercedes-Benz-Vertriebschef Klaus Maier in einem am Freitag veröffentlichten Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. "Bis dato haben wir weltweit rund 60.000 Fahrzeuge der E-Klasse ausgeliefert." Das ab knapp 39.000 Euro erhältliche Auto wird in Europa seit dem Frühjahr verkauft und ist mittlerweile auch in den USA und in China auf dem Markt. Den Wettbewerbern aus Ingolstadt und München fährt Mercedes-Benz offenbar mit der neuen Limousine beim Verkauf davon. Bei den umweltfreundlichen Antriebsarten setzt Daimler weiterhin auf die Brennstoffzelle und stellt erstmals eine entsprechende Variante der B-Klasse vor. Der Kleinwagen Smart präsentiert die Serienfassung des Smart Electric Drive.

Weniger Verbrauch

Spritsparen lautet auch bei dem IAA-Auftritt von BMW die Devise. Unter anderem stellt der Münchner Autobauer in der neuen Messehalle 11 sein Konzeptfahrzeug BMW Vision EfficientDynamics vor, einen futuristischen Sportwagen mit Hybridtechnologie. Das mit Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse sowie einem Dieselmotor ausgerüstete Auto sprintet in 4,8 Sekunden von 0 auf 100 und schluckt trotz seiner 356 PS laut BMW nur 3,76 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Strecken bis zu 50 Kilometer kann das Auto allein mit Energie aus seinen an der Steckdose aufgeladenen Batterien zurücklegen. Zudem zeigt BMW seine ersten Hybrid-Serienmodelle als Ableger des 7ers sowie des X6. Mit klassischem Antrieb feiert der X1 als kleinstes Mitglied in der Familie der BMW-Geländewagen seinen Einstand.


Opel neu

Die Opel-Selbstdarstellung auf der IAA signalisiert bereits Distanz zur bisherigen Mutter. GM ist auf der Messe formell nicht mehr vertreten. Auch wird GM-Boss Fritz Henderson nicht zu Pressekonferenzen und Hintergrundgesprächen in Frankfurt erwartet.

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