Kärntner Bäcker trotzen der Krise
Die 120 Kärntner Bäckereibetriebe stehen die harten Zeiten bisher ohne Ausfälle durch. Regionalität als Trumpf im Diskont-Preiskampf.

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Vor zehn Jahren gab es in Kärnten noch 180 Bäckereibetriebe, jetzt hat die Bäckerinnung noch 120 Mitglieder. Jahr für Jahr mussten sieben bis acht Bäckereien zusperren. Doch seit ein, zwei Jahren liegt die Zahl konstant bei 120", berichtet Innungsmeister Martin Vallant. Nach jahrelangem Bäckersterben trotz man also jetzt standhaft der Krise. "Die Bäcker punkten gerade jetzt mit Regionalität und kurzen Transportwegen", erklärt der Geschäftsführer der Fachgruppe Lebensmittelgewerbe, Stefan Dareb. Während österreichweit laut Kreditschutzverband von 1870 im ersten Halbjahr elf Bäcker pleite gegangen sind, kam Kärnten ohne einen Bäcker-Konkurs davon.
Preiskampf. "Der Preiskampf ist allerdings gegeben", verweist Dareb auf den Druck der Supermarktketten auf die Bäcker. "Es gibt einen Zuzug zum Diskont, weil sich viele Leute mit preisgünstigerer Ware versorgen. Hofer, Penny und Lidl boomen derzeit", beobachtet Alexander Legat, der mit seinem Klagenfurter 160-Mitarbeiter Betrieb Großmärkte und Einzelhandel mit Backwaren beliefert. Insgesamt, auch den eigenen 19 Filialen, halte sich der Umsatz konstant. Stärker als die Krise habe man in den Wintermonaten die Umstellung der Filialen auf Nichtraucher-Lokale gespürt. "Seit wir wieder unsere Gastgärten offen haben können, gleicht es sich wieder aus", so Legat.
Unter Druck. "Die Supermarktketten und die Industrie üben auf die kleinen Bäckereibetriebe zunehmend Druck mit der Retourware und mit importierten Teiglingen aus", räumt Stefan Dareb ein. Die kleinen Bäcker würden allerdings mit ihren Spezialprodukten gegenhalten. "Gerade jetzt kaufen die Leute wieder lieber, was sie im Ort selber haben", sagt Innungsmeister Vallant, der in Alt-hofen bäckt. "Wir Bäcker auf dem Land merken von der Krise Gottseidank nichts."













