Gesetz gegen steigende Kreditkartenschulden in USA
Die US-Regierung will durch schärfere Auflagen verhindern, dass immer mehr Amerikaner wegen hoher Kreditkartenschulden in Bedrängnis geraten. Der US-Senat stimmte am Dienstag mit 90 zu 5 Stimmen für ein Gesetz, das Kreditkartenfirmen schlagartige Zinserhöhungen sowie die Erhebung versteckter Gebühren verbietet.
Wenn auch das Repräsentantenhaus wie erwartet noch diese Woche zustimmt, könnte US-Präsident Obama das Gesetz bis Ende Mai unterschreiben. Die Kreditkartenbranche ist in die Kritik geraten, weil sie einerseits vom Staat finanziell gestützt wird, ihre Kunden aber zunehmend durch hohe Gebühren und Zinsen unter Druck kommen. Die Ausfallraten bei American Express und der US-Bank JPMorgan, dem Anbieter der Visa-Karten, waren zuletzt deutlich gestiegen.
Kreditkarten haben in den USA oft auch eine andere Funktion als in Europa, wo sie vor allem als Zahlungsmittel eingesetzt werden. In Amerika sind Kreditkarten dagegen auch ein Mittel zur Schuldenaufnahme.
Parallel zur Entscheidung des Senats verlor JPMorgan einen Prozess gegen zwei Kreditkarteninhaber. Nach Ansicht des Gerichts hatte das Institut die beiden Kläger nicht klar genug darüber informiert, wann und aus welchen Gründen es die Zinsen anheben darf - in diesem Fall von 8,99 auf 24,24 Prozent.













