Automobilzulieferer: Weltweit könnten 1,1 Millionen Stellen fallen
Gerade einmal fünf Prozent der Unternehmen werden 2009 noch Gewinn machen, so eine aktuelle Studie.

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Die weltweite Automobilzulieferindustrie befürchtet 2009 einen Absatzeinbruch von 25 Prozent und den Abbau von bis zu 1,1 Millionen Arbeitsplätzen. Im ersten Quartal stürzte der
Absatz der Zulieferer sogar um 35 Prozent ab, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Beratungsfirma Oliver Wyman und des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) ergab. Gerade einmal fünf Prozent der Unternehmen werden demnach 2009 noch Gewinn machen.
4.000 Unternehmen. Die 120 in der Studie befragten Chefs von Zulieferern erwarten,
dass bis Ende kommenden Jahres bis zu 500 der weltweit 4.000 Unternehmen in den Branche mit einem Umsatz von mehr als 20 Millionen Euro Insolvenz anmelden müssen. In Deutschland könnte es 70 Betriebe treffen - dabei sind allerdings rund 30 Unternehmen eingerechnet, die
bereits insolvent sind. Allerdings würden die meisten wohl nach einer Restrukturierung weitergeführt werden, glauben die Autoren der Studie.
Deutschland vorne. Deutschland werde vom Arbeitsplatzabbau weniger stark betroffen
sein als andere Länder, glaubt Berater Jan Dannenberg von Oliver Wyman. Die deutsche Zulieferindustrie könne besser als die Konkurrenz durch die Krise kommen. Die Unternehmen seien vor dem Abschwung in einer stärkeren Position als ihre Wettbewerber gewesen. Zudem würden sie aktuell weniger hart getroffen als die Zulieferer in Japan oder Nordamerika.
Spuren für Jahre. Die Krise wird in der Zuliefererindustrie wohl für mehrere Jahre
Spuren hinterlassen. Zwar zeigen sich die Autoren der Studie überzeugt, dass die Automobilindustrie auch in Zukunft weltweit ein Wachstumsmarkt bleibt. Bis der Umsatz der Zuliefererbetriebe wieder das Niveau des vergangenen Jahres erreiche, das bereits rückläufig
war, werde es aber bis 2013 dauern. Bis der Gewinn auf ein vergleichbares Niveau zurückkehre sogar bis 2014.
Liquidität wichtig. Mit 96 Prozent sahen beinahe alle befragten Manager die Sicherung
der Liquidität ihrer Unternehmen derzeit als wichtigste Aufgabe. Allerdings gebe es Spannungen mit den Banken und Kreditversicherern. Die Autoindustrie werde als riskant bewertet, deswegen scheuten sich viele Banken davor Kredite zu vergeben oder weigerten sich bestehende Kreditlinien zu gleichen Konditionen zu verlängern oder auszuweiten,
heißt es in der Studie.
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Für die Untersuchung hat Oliver Wyman 120 Chefs von Unternehmen der Automobilindustrie befragt und die Finanzkennzahlen von 250 Unternehmen der Branche ausgewertet.













