Schaeffler plant Personalabbau in großem Stil
Der angeschlagene deutsche Wälzlagerhersteller muss in der Absatzkrise in großem Umfang Personal abbauen. Schaeffler ächzt seit der Übernahme des Automobilzulieferers Continental unter einer milliardenschweren Schuldenlast.

Foto © APMaria Elisabeth und Georg Schaeffler bei einer Aufsichtsratssitzung der Continental AG.
Das Unternehmen kündigte für kommende Woche Gespräche mit der
Belegschaftsvertretung an, in denen über die Pläne informiert werden
soll. Über die Höhe der geplanten Stellenstreichungen machte der
fränkische Wälzlägerhersteller keine Angaben. Beim Betriebsrat in
Herzogenaurach hieß es dazu, am kommenden Mittwoch solle die
Belegschaft unterrichtet werden.
Mehrere tausend Arbeitsplätze.
Das "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) berichtete unter Berufung auf
Branchenkreise von mehreren tausend Arbeitsplätzen, die bei
Schaeffler betroffen seien. Ein Schaeffler-Sprecher sagte, zunächst
solle mit den Arbeitnehmervertretern über die Kapazitäten an den
einzelnen Standort gesprochen werden und darüber, welche Schritte
nötig seien. "Inzwischen gehen wir, wie viele nicht nur in unserer
Branche, davon aus, dass die Märkte noch einige Jahre, seien es drei,
vier oder mehr brauchen werden, um sich zu erholen." Die ins Auge
gefassten Maßnahmen beträfen das operative Geschäft und hätten nichts
mit der Conti-Übernahme zu tun.
Schuldenlast.
Schaeffler hat sich durch die Übernahme des Automobilzulieferers
Continental verhoben und ächzt unter einer milliardenschweren
Schuldenlast.
In einem Flugblatt der IG Metall an die Schaeffler-Belegschaft
hieß es, das Unternehmen habe seine Personalplanung auf einen Umsatz
von über zehn Mrd. Euro ausgelegt und müsse sein Geschäft nun mit
einem Umsatz von unter acht Mrd. Euro 2009 in Einklang bringen. Die
Aufträge seien um bis zu 40 Prozent eingebrochen. Die Folge werde ein
Personalabbau "in großem Maßstab" sein, wahrscheinlich an allen
Standorten. Schaeffler beschäftigt weltweit 66.000 Mitarbeiter, davon
28.000 in Deutschland.













