Opel hat in Deutschland keine Steuern gezahlt
Nicht nur besitzt das US-Finanzministerium alle Opel-Patente, nun wurde auch bekannt, dass der deutsche Autobauer in Deutschland keine Steuern gezahlt hat. Die Gewinne wurden in die USA überwiesen und dort versteuert. Verluste machte das Unternehmen hingegen in Deutschland geltend.

Foto © APLaufend kommen neue Details über Opel ans Tageslicht
Der Streit über mögliche
Milliarden-Hilfen für den angeschlagenen Autobauer Opel spaltet in
Deutschland die Große Koalition und auch die Union. Während
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) weiterhin noch keine Grundlage
für staatliche Hilfe an den Autobauer sieht, forderte der
Außenminister und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier zu
schnellem Handeln auf. Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU)
kritisierte scharf Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu
Guttenberg (CSU) und Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU), die eine
Insolvenz des Autobauers ins Gespräch gebracht hatten.
Keine Steuern.
Wirbel entstand auch über einen "Focus"-Bericht, wonach Opel in
Deutschland keine Steuern bezahlt habe. Die GM-Tochter habe seine
Gewinne an den Mutterkonzern General Motors in den USA überwiesen,
Verluste aber in Deutschland steuerlich geltend gemacht hat, schrieb
das Nachrichtenmagazin.
Opel herauslösen.
Bei Opel arbeiten in Deutschland mehr als 25.000 Menschen.
Europaweit hängen an Opel nach Angaben des Unternehmens 50.000
Arbeitsplätze. Opel droht von dem schwer angeschlagenen
US-Mutterkonzern General Motors (GM) in den Abgrund gerissen zu
werden. GM hängt am Tropf der US-Regierung und könnte ohne weitere
Milliardenhilfen in wenigen Wochen pleitegehen. In Deutschland wird
daher geprüft, ob man Opel aus dem Konzern herauslösen kann.
Zukunft?
Opel-Betriebsratschef Klaus Franz betonte unterdessen, bis zu
einer Entscheidung über die Opel-Rettung könnten noch vier bis acht
Wochen vergehen. Diese Zeit sei notwendig, um Fragen zur Zukunft des
Mutterkonzerns General Motors in den USA zu klären, sagte Franz der
Deutschen Presse-Agentur dpa. Es sei ausreichend Liquidität für die
Auszahlung der Löhne und die Bezahlung von Zulieferern vorhanden,
beruhigte er. "Ich bitte, uns diese Zeit zu lassen", sagte Franz, der
auch im Opel-Aufsichtsrat sitzt.
Opel muss nachbessern.
Merkel bekräftigte in ihrer Videobotschaft vom Samstag, das
Rettungskonzept von Opel müsse noch nachgebessert und geklärt werden.
"Wir werden helfen, wenn der Nutzen für alle Menschen größer ist als
der Schaden. An diesem Punkt sind wir leider noch nicht." Die
Regierung sei es aber den Mitarbeitern und Angehörigen von Opel
schuldig, "dass wir alles daran setzen zu sehen, ob wir eine solche
Lösung finden".
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Fakten
Opel hat nach einem "Focus"-Bericht in Deutschland keine Steuern bezahlt. Der angeschlagene Autobauer habe seine Gewinne an den Mutterkonzern General Motors in den USA überwiesen, Verluste aber in Deutschland steuerlich geltend gemacht hat.













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