Großbritannien kündigt Banken-Sonderuntersuchung an
Mit einer unabhängigen Sonderuntersuchung will Großbritannien das Management der angeschlagenen Banken auf den Prüfstand stellen.
Foto © ReutersBoni der RBS auf dem Prüfstand
Dabei sollen auch die umstrittenen Bonuszahlungen
unter die Lupe genommen werden, kündigte Finanzminister Alistair
Darling an. Es solle auch untersucht werden, wie Banker mit
finanziellen Anreizen zu risikoreichen Geschäften verleitet würden.
Keine Boni für Versagen.
"Es ist nicht falsch, wenn Boni für Erfolg gezahlt werden. Aber es
ist alles falsch daran, Boni für Versagen zu zahlen", sagte der
Schatzkanzler am Sonntag. Er verstehe, dass die Menschen über die
Maßlosigkeit bei Banken-Boni verärgert seien. Details der
Untersuchung sollen in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden.
Kritik für Boni-Pläne.
Die Ankündigung der Untersuchung kommt nach Berichten, wonach die
mit Steuermitteln teilverstaatlichte Royal Bank of Scotland (RBS)
ihren 177.000 Mitarbeitern Boni in einer Gesamthöhe von 1 Mrd. Pfund
(1,14 Mrd. Euro) ausschütten will. Auch von anderen Großbanken wird
erwartet, dass sie in den nächsten Tagen ihre Bonus-Pläne
veröffentlichen. Die RBS-Pläne waren auf harsche Kritik gestoßen,
weil die Bank im Jänner für 2008 mit 28 Mrd. Pfund einen
Rekordverlust in der britischen Firmengeschichte in Aussicht gestellt
hatte.
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Wegen der Finanzkrise hatte die Regierung die RBS größtenteils verstaatlichen müssen und besitzt nun 70 Prozent an dem Kreditinstitut. Die Opposition forderte die Regierung auf, mit Hilfe dieses Einflusses Bonus-Zahlungen zu verbieten.













