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Zuletzt aktualisiert: 05.02.2009 um 21:30 UhrKommentare

Boom bei Gesundheitsbranche am Arbeitsmarkt

Die Zahl der steirischen Arbeitslosen ist ach auch im Jänner massiv gestiegen. Nur mehr wenige Branchen melden einen stärkeren Bedarf nach Arbeitskräften an.

Foto © AP

Ein Plus an Arbeitslosen von 17,9 Prozent im Jänner. Und Prognosen, die den Arbeitsmarkt im Jahr 2009 in düsteren Farben zeichnen - und von etwa 5000 Arbeitslosen mehr als 2008 sprechen. Die weltweite Krise beginnt sich auch am steirischenArbeitsmarkhorizont immer stärker abzuzeichnen.

Offene Stellen. Allein die Gesundheitsberufe erweisen sich in diesem Jänner 2009 als krisenresistent: 91 offene Stellen stehen 48 verfügbaren Diplomkrankenpflegern gegenüber, die eine Arbeit suchen. Nur einige, wenige Branchen weisen eine markantere Stellensuche auf. So melden die Touristiker einen Bedarf an 676 Arbeitskräften, auch die Metall- und Elektrobranche (537), der Handel (473) und die Büroberufe (302) suchen in größerem Ausmaß nach Arbeitskräfte.

Dynamik. "Die Zahlen für diese Branchen zeigen, dass da noch ein Dynamik am Markt herrscht", meint AMS-Sprecher Dieter Kordik. Allerdings zeigen im Jänner besonders die Metall- und Elektroberufe das Dilemma: 1373 neuen Arbeitslosen hinkt die Nachfrage von 537 Stellen mehr als deutlich hinterher. Vor allem die Klein- und Mittelbetriebe, die nicht im Autocluster verankert sind, suchen noch Schweißer, Fräser und Dreher, so Kordik. Besser schaut es im Tourismus aus. 2008 kamen 1126 Stellen dazu. "Allein in der Dachstein-Tauernregion gibt es derzeit etwa 90 offene Stellen und niemand ist zu bekommen", sagt Gerhard Kienzl, Geschäftsführer der Sparte Tourismus der Wirtschaftkammer. Köche und Hilfskräfte seien stark nachgefragt.

"Ich muss was tun". Und wie sehen das von Arbeitslosigkeit Betroffene selbst? Installateur Alexander Spechtl (21) aus Graz wurde Ende Jänner gekündigt, weil die Leasingfirma, bei der er beschäftigt war, keine Arbeit mehr hatte. " Aber ich fange nächste Woche schon wieder bei einer Installationsfirma an. Ich glaube dieser Bereich ist krisensicher", so Spechtl. Christoph Abramovicz (44), der im Baunebengewerbe tätig war, ist seit zwei Jahren ohne Arbeit, macht aber eine Marktingausbildung. "Ich muss was tun".

Hoffen auf den Bau. Carmen Fürnholzer von der Grazer AMS-Infozone, wo die Arbeitslosenerstanträge abgewickelt werden: "Wir hoffen, dass im Frühjahr das Baugeschäft wieder anspringt und wieder mehr Leute Arbeit bekommen."


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