Schwaches Pfund lockt Touristen nach Großbritannien
Das britische Pfund ist so schwach wie schon lange nicht mehr. Aktuell liegt der Kurs bei etwa 1,1 Euro. Bei der Euro-Einführung im Jahr 2002 waren es noch rund 1,63 Euro.

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Die stark
gesunkene Währung lockt nun viele Touristen auf die Insel. Vor allem
Shopping-Trips laufen gut, sagte Andrea Hetzel von der britischen
Tourismuszentrale zur APA.
Euro-Kunden. So sehen beispielsweise die Verkäufer in der Londoner
Oxford-Street an den Kreditkartenabrechnungen, dass nun mehr
Euro-Kunden kommen. Aber nicht nur der aktuelle Wechselkurs, sondern
auch die niedrigere Mehrwertsteuer - im Dezember wurde sie von 17,5
auf 15 Prozent gesenkt - trage dazu bei, dass mehr Touristen kommen.
Wie hoch das Plus tatsächlich ist, konnte Hetzel mangels
Zahlenmaterial aber nicht sagen.
Einbußen in Österreich. Während sich die Großbritannien-Fans über das schwache Pfund
freuen, leiden die heimischen Tourismusbetriebe darunter. Der Tiroler
Tourismus, der hauptsächlich von den britischen Touristen profitiert,
wird heuer Einbußen hinnehmen müssen, prognostizierte der Obmann der
WKÖ - Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Hans Schenner
kürzlich. Noch seien die Tiroler Touristiker davon nicht betroffen,
aber im Ostergeschäft werde sich der schlechte Wechselkurs des Pfund
bemerkbar machen. "Für die Engländer ist ja alles um 30 Prozent
teurer geworden", sagte Schenner. Den Rückgang der britischen Gäste
bezifferte er mit rund 10 Prozent. In der gesamten Tiroler
Tourismusbilanz sollte sich das aber mit lediglich einem Prozent
bemerkbar machen.













