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    Zuletzt aktualisiert: 15.01.2009 um 08:25 UhrKommentare

    Voest-Chef Eder: Alle müssen Opfer bringen

    Kein noch so gut aufgestelltes Unternehmen könne sich der derzeitigen Krise entziehen, meint Voestalpine-Vorstandsvorsitzender Eder. Das bedeute natürlich Opfer für alle Mitarbeiter, vor allem auch für die Manager. Man werde aber möglichst vermeiden, Kündigungen anszusprechen

    "Einschneidende Maßnahmen nötig"

    Foto © APA"Einschneidende Maßnahmen nötig"

    Für die voestalpine werde sich die Situation "jedenfalls bis April oder Mai nicht zum Positiven verändern", sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Eder heute, Donnerstag, im Ö1-Morgenjournal. Es gebe manche Experten, die meinen, dass vor dem Sommer eine erste Verbesserung eintreten könnte. "Ich möchte das jetzt nicht aus unserer Sicht kommentieren. Das ist zu früh", so Eder. Aber falls dieses Szenario zutreffen sollte, dann bräuchte der Stahlkonzern keine weitere Verlängerung der Kurzarbeit.

    Zehn Prozent in Kurzarbeit. Wie berichtet müssen rund zehn Prozent der 42.000 Mitarbeiter des voestalpine-Konzerns in den kommenden Monaten auf Kurzarbeit umsteigen. Zudem werden mindestens 2.000 der rund 4.000 Leiharbeiter abgebaut. Kurzarbeit sei natürlich ein schmerzlicher Schritt für einen Konzern, aber "wenn die Wirtschaftswelt in einer Situation ist, wie wir sie jedenfalls in den letzten Manager-Generationen noch nie hatten, dann kann sich ein global tätiger Konzern dem nicht entziehen", betonte Eder.

    Gut aufgestelltes Unternehmen. Der voestalpine-Konzern sei ein gut aufgestelltes Unternehmen. Wenn die Kunden aber nichts mehr verkaufen können, dann schlage sich das irgendwann auch auf die voestalpine durch. "Und dem tragen wir Rechnung", so der voest-Chef. Das bedeute natürlich Opfer für alle Mitarbeiter. Das ganz Wesentliche dabei sei aber, alles zu tun, um die Stammbelegschaft durch die Krise zu bringen. Das bedeute betriebsbedingte, konjunkturbedingte Kündigungen solange als möglich zu vermeiden bzw. nur im absolut notwendigen Umfang zu tätigen.

    Verständnis der Mitarbeiter. "Uns ist sehr wichtig, dass die Mitarbeiter auch in den schwierigsten Phasen Arbeit haben. Dass es für jeden einen gewissen Verzicht bedeutet, ist leider damit zwangsläufig verbunden, aber soweit wir das nach den Gesprächen der letzten Zeit abschätzen können, besteht seitens der Mitarbeiter größtes Verständnis für diesen Schritt", so Eder weiter. Auch mit dem Betriebsrat, nicht nur in Linz, sondern auch an allen anderen Standorten, gebe es ein sehr gutes Einvernehmen, man werde das gemeinsam durchtragen. Mehr als für alle anderen werde auch das das Management Oper erbringen. "Wenn der Erfolg heuer nicht dem entspricht, was wir in den letzten Jahren haben, dann spüren wir das mehr als alle anderen - und das ist auch richtig so. Dazu bekenne ich mich", betonte Eder.


    Eckdaten

    Der voestalpine-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2007/08 (per Ende März) einen Umsatz von über zenn Milliarden Euro und beschäftigt weltweit über 42.000 Mitarbeiter, davon mehr als die Hälfte außerhalb Österreichs. Die Unter-
    nehmensgruppe ist mit 360 Produktions- und Ver-
    triebsgesellschaften
    in über 60 Ländern der Welt vertreten.

    Werksferien

    Das voestalpine-Werk in Linz hat zum Jahreswechsel - zum ersten Mal seit Jahren - zwei Wochen Werksferien gemacht. Damit wollte man die Produktion um 150.000 Tonnen Stahl drosseln. Über eine mögliche weitere Woche im Februar, die zusätzlich 100.000 Tonnen bringen würde, soll im Jänner entschieden werden.

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