Gegenwind für Airbus und Boeing
Nach einem erneut sehr guten Jahr 2008 mit insgesamt mehr als 1.400 Bestellungen weht den Flugzeugherstellern Airbus und Boeing ein eisiger Wind ins Gesicht.

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China hat die staatlichen Fluggesellschaften angewiesen, Bestellungen
von Passagierjets mit Auslieferungstermin 2009 zu stornieren oder zu
verschieben. Allein Airbus hat insgesamt 430 Orders aus China in den
Büchern stehen.
Krise deutlich spürbar.
Air France kündigte im November an, Optionen auf den Kauf von
Boeing-Langstreckenjets des Typs 777 nicht auszuüben und länger als
geplant mit älteren 747 zu fliegen. Bei allen Unternehmen wird in der
Krise jeder Euro zweimal umgedreht.
Festbestellungen seien "nicht in Beton gegossen", sagt der Analyst
Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Die Fluggesellschaften könnten
sich mit Vertragsstrafen herauskaufen, wobei ohnehin unklar sei, ob
die Hersteller solche Zahlungen bei guten Kunden durchsetzen könnten
oder wollten.
Airbus überholt Boeing.
Die Amerikaner lieferten bis Ende November 334 Maschinen aus - ein
langer Streik verhinderte ein besseres Ergebnis. Bei Airbus rollten
in Toulouse und Hamburg 437 Jets aus den Werkshallen. Bis zum
Jahresende sollen es 470 werden - so viel wie noch nie in der
Geschichte des europäischen Flugzeugbauers. Es gelang dem Unternehmen
gerade noch, wie geplant 12 Exemplare des Großraumjets A380
auszuliefern: Am 30. Dezember übernahm Emirates in Hamburg seinen
vierten Super-Jumbo.
Hausgemachte Probleme.
Airbus hat aber bereits beschlossen, die Produktion nicht in dem
Maß zu steigern wie zunächst geplant. Von den Jets der A320-Familie
sollen ab 2009 monatlich 36 Stück zusammengebaut werden, derzeit sind
es 34. Die ursprüngliche Planung sah einen Anstieg auf 40 Maschinen
vor.
Pieper verweist darauf, dass Boeing und die Airbus-Mutter EADS mit
hausgemachten Schwierigkeiten zu kämpfen hätten: Der europäische
Konzern sei noch nicht richtig restrukturiert und die Amerikaner
hätten ebenfalls Probleme mit der Produktentwicklung. Mitte Dezember
verschob Boeing den Erstflug seines "Dreamliners" 787 ein weiteres
Mal, diesmal auf das zweite Quartal 2009.
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Fakten
2008 bescherte dem europäischen Flugzeugbauer und seinem US-Konkurrenten noch einmal gute Zahlen, wenngleich weit entfernt vom Rekordergebnis 2007 mit insgesamt mehr als 2.700 Bestellungen. 2008 dürfte Airbus sowohl bei den Neuaufträgen als auch bei der Produktion wieder die Nase vorn haben.
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Fakten
Die Europäer liegen nach Angaben eines Sprechers "gut im Plan", ihr Ziel von 850 Orders 2008 zu erreichen - und das trotz bisher 122 Stornierungen. Mitte Dezember lagen 760 Nettobestellungen vor, Boeing brachte es auf 661.











