Obama plant stärkere Regulierung der Finanzmärkte
"Eine ganze Reihe Leute wird weit mehr zur Verantwortung gezogen werden", so der designierte US-Präsident.

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Der designierte US-Präsident Barack Obama hat eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte angekündigt. Das werde ein wesentlicher Teil seiner Maßnahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft sein, sagte Obama in einer am Sonntag ausgestrahlten Sendung des Fernsehsenders NBC. "Banken, Ratingagenturen, Hypothekenmakler, eine ganze Reihe Leute wird weit mehr zur Verantwortung gezogen werden und sich sehr viel verantwortungsvoller verhalten müssen." Auf den Finanzmärkten müssten Transparenz, Offenheit und Fairness herrschen, forderte Obama. "Auf diesem Gebiet sind wir in den vergangenen acht Jahren unzulänglich gewesen."
Special
Wenig Hilfe.
Obama zeigte sich enttäuscht darüber, dass die bisherigen Schritte
der USA im Kampf gegen die Finanzkrise dem durchschnittlichen
Eigenheimbesitzer nur wenig geholfen hätten. Er betrachte daher ein
Moratorium auf Zwangsversteigerungen immer noch als wichtige Option,
sagte der Demokrat. Gestärkt werden könne das Finanzsystem überdies
dadurch, dass die Banken ermutigt würden, die Hypothekenkonditionen
mit den Hausbesitzern neu zu verhandeln. "Wenn wir uns nur mit der
Wall Street und nicht mit der Realwirtschaft beschäftigen, widmen wir
uns nur der Hälfte des Problems."
RR
"Beträchtliche" Kosten.
Obama warnte erneut davor, dass sich die Lage der US-Wirtschaft
zunächst weiter verschlechtern werde, ehe es zu einer Besserung
komme. Auch würden die Kosten für eine Wiederbelebung der Konjunktur
"beträchtlich" sein. "Wir können uns auf kurze Sicht nicht um das
(Haushalts-) Defizit sorgen. Wir müssen sicherstellen, dass das
Konjunkturpaket groß genug ist, um die Wirtschaft wieder zum Laufen
zu bringen."
2,5 Millionen neue Arbeitsplätze.
Der künftige US-Präsident hat bereits angekündigt, in den
kommenden zwei Jahren bis zu 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze
schaffen zu wollen und die größten Infrastruktur-Investitionen seit
50 Jahren zu planen. Obama selbst hat die dafür nötigen Ausgaben
bislang noch nicht beziffert. Beobachtern zufolge dürften die Pläne
jedoch mindestens 500 Milliarden Dollar kosten.














