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Zuletzt aktualisiert: 05.12.2008 um 15:30 UhrKommentare

US-Arbeitslosigkeit auf höchsten Stand seit 15 Jahren

Massiver Jobverlust im November: 533.000 Stellen weniger, stärkster Abbau seit 34 Jahren. Arbeitslosenrate stieg von 6,5 auf 6,7 Prozent. Von Autoherstellern droht weiteres Ungemach.

Auch Baubranche betroffen.

Foto © ReutersAuch Baubranche betroffen.

Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt hat sich im November nochmals deutlich verschlechtert. Die Arbeitslosenrate stieg von 6,5 Prozent im Oktober auf 6,7 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 15 Jahren. Arbeitgeber strichen in dem Monat insgesamt 533.000 Jobs, was den stärksten Einbruch seit 34 Jahren darstellt, geht aus den am Freitag publizierten Daten des Arbeitsministeriums in Washington hervor. Analysten hatten für den November die Streichung von rund 320.000 Stellen befürchtet.

Rezession in USA. Die jüngsten Zahlen galten Beobachtern als weiterer Beweis für die Rezession, in der sich die USA befinden. Insgesamt ist der US-Arbeitsmarkt in diesem Jahr bereits um 1,91 Millionen Arbeitsplätze geschrumpft. Und wenn die amerikanischen Autohersteller Insolvenz anmelden und weite Teile der Industrie in die Krise rutschen, droht dem Land weiteres Ungemach.

Seit einem Jahr im Abwärtssog. Lange wollten viele Wirtschaftsexperten nicht wahrhaben, dass das Land bereits tief in der Rezession steckt. Seit Montag ist das kein Thema mehr. Nach Angaben des Wirtschaftsforschungsinstituts National Bureau of Economic Research (NBER) in Washington befindet sich die US-Wirtschaft bereits seit etwa einem Jahr im Abwärtssog. Experten rechnen damit, dass die Arbeitslosenquote in den letzten Wochen des Jahres auf mehr als acht Prozent steigen wird. Das wäre der höchste Stand seit der Rezession von 1981-82. Damals hatte die Quote 10,8 Prozent erreicht.

Jeder Sektor betroffen. Die jüngsten Zahlen der Arbeitgeber machen eines deutlich: Die Beschäftigungskrise erfasst nicht nur die Immobilien- und Finanzbranchen, sondern nahezu jeden Sektor der US-Wirtschaft. Der Telekom-Konzern AT&T Inc kündigt 12.000 Mitarbeiter oder vier Prozent der dort Beschäftigten, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Stellenstreichungen kündigten am gleichen Tag Viacom Inc (Medien), DuPont Co (Chemie) und Avis Budget Group Inc (Autovermietung) an.


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