Immofinanz-Österreich wandert an Immoeast
Die angeschlagene Immofinanz AG verkauft ihr Österreich-Portfolio um netto 1,2 Mrd. Euro an ihre bisherige Osttochter, die ebenfalls börsenotierte Immoeast.

Foto © APA
Ihre
Österreich-Tochter wird mit der Immoeast verschmolzen. Die beiden
getrennt notierenden Unternehmensteile werden vorerst aber noch
verschmolzen. Der neue starke Mann der Gruppe ist nun auch formell
Eduard Zehetner, der auch Vorstandschef der Immofinanz wird.
Kaufpreis. Der Kaufpreis für den Österreich-Teil der Immowest beträgt 1,465
Mrd. Euro abzüglich 270 Mio. Euro, die an Dividende an die Immofinanz
fließen bzw. in ihr verbleiben, sagte Zehetner am Montag in einer
Pressekonferenz. Mit der Übernahme der Managementgesellschaften von
der Constantia Privatbank und einem noch ausstehenden Mega-Deal mit
der früheren Mutter der Bank erwartet Zehetner in den nächsten Wochen
weitere Schritte.
Deal. Der Deal sei ein Gewinn für beide Gesellschaften: "Die Immoeast
hat eine Finanzforderung mit einem Gläubiger glattgestellt, der den
Betrag nicht eben in der Portokasse liegen hatte." Mit dem Deal ist
im wesentlichen ein kurzfristig fälliger, sogenannter "intercompany
loan" beglichen worden, den die Immoeast aus Mitteln einer
Kapitalerhöhung ihrer Mutter gegeben hatte (1,79 Mrd. Euro). Der
Verkaufspreis liegt laut Zehetner nahe am Net Asset Calue (NAV) und
stützt sich auf eine Bewertung von Morgan Stanley.
Fusion? Zehetner, der nun CEO beider Gesellschaften ist, wollte eine
spätere Fusion beider Gesellschaften nicht ausschließen, sagte aber,
dass dies "kurz- oder mittelfristig'" nicht anstehe.
Dachgesellschaft. Mit der Abgabe der Immoaustria bleibt von der alten Immofinanz im
wesentlichen eine Dachgesellschaft, die 54 Prozent an der Immoeast
kontrolliert. Dazu kommt der dritte Unternehmensteil, die Immowest,
in der noch Immobilien im Wert von 1,5 bis 1,6 Mrd. Euro
zusammengefasst sind. Diese sollen aber nach und nach liquidiert
werden.
Organisation. Nach dem jüngsten Abgang von Thomas Kleibl wird Zehetner auch CEO
der Immofinanz werden. Damit steht der neu organisierte Konzern unter
der alleinigen Federführung des ehemaligen RHI-Managers. Michael
Wurzinger und Daniel Riedl, die sich in der Immofinanz um die
Immoaustria gekümmert haben, werden in die Immoeast übernommen.
Aktienkurs. In einem sehr schwachen Marktumfeld gewann die Immoeast am Montag
bis gegen 12 Uhr 2,5 Prozent auf 0,83 Cent, Immofinanz legte um 1,3
Prozent auf 0,79 Euro zu.
Features
Fakten
Die Immoaustria, einer von den bisher drei Konzernteilen, besitzt
sämtliche Immobilien des Konzerns in Österreich, darunter prominente
Objekte wie den Vienna Twin Tower, den Business Park Vienna oder den
City Tower. Den größten Teil stellen aber die zahlreichen
Wohnimmobi-













