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Zuletzt aktualisiert: 02.03.2009 um 12:43 UhrKommentare

Immofinanz-Österreich wandert an Immoeast

Die angeschlagene Immofinanz AG verkauft ihr Österreich-Portfolio um netto 1,2 Mrd. Euro an ihre bisherige Osttochter, die ebenfalls börsenotierte Immoeast.

Foto © APA

Ihre Österreich-Tochter wird mit der Immoeast verschmolzen. Die beiden getrennt notierenden Unternehmensteile werden vorerst aber noch verschmolzen. Der neue starke Mann der Gruppe ist nun auch formell Eduard Zehetner, der auch Vorstandschef der Immofinanz wird.

Kaufpreis. Der Kaufpreis für den Österreich-Teil der Immowest beträgt 1,465 Mrd. Euro abzüglich 270 Mio. Euro, die an Dividende an die Immofinanz fließen bzw. in ihr verbleiben, sagte Zehetner am Montag in einer Pressekonferenz. Mit der Übernahme der Managementgesellschaften von der Constantia Privatbank und einem noch ausstehenden Mega-Deal mit der früheren Mutter der Bank erwartet Zehetner in den nächsten Wochen weitere Schritte.

Deal. Der Deal sei ein Gewinn für beide Gesellschaften: "Die Immoeast hat eine Finanzforderung mit einem Gläubiger glattgestellt, der den Betrag nicht eben in der Portokasse liegen hatte." Mit dem Deal ist im wesentlichen ein kurzfristig fälliger, sogenannter "intercompany loan" beglichen worden, den die Immoeast aus Mitteln einer Kapitalerhöhung ihrer Mutter gegeben hatte (1,79 Mrd. Euro). Der Verkaufspreis liegt laut Zehetner nahe am Net Asset Calue (NAV) und stützt sich auf eine Bewertung von Morgan Stanley.

Fusion? Zehetner, der nun CEO beider Gesellschaften ist, wollte eine spätere Fusion beider Gesellschaften nicht ausschließen, sagte aber, dass dies "kurz- oder mittelfristig'" nicht anstehe.

Dachgesellschaft. Mit der Abgabe der Immoaustria bleibt von der alten Immofinanz im wesentlichen eine Dachgesellschaft, die 54 Prozent an der Immoeast kontrolliert. Dazu kommt der dritte Unternehmensteil, die Immowest, in der noch Immobilien im Wert von 1,5 bis 1,6 Mrd. Euro zusammengefasst sind. Diese sollen aber nach und nach liquidiert werden.

Organisation. Nach dem jüngsten Abgang von Thomas Kleibl wird Zehetner auch CEO der Immofinanz werden. Damit steht der neu organisierte Konzern unter der alleinigen Federführung des ehemaligen RHI-Managers. Michael Wurzinger und Daniel Riedl, die sich in der Immofinanz um die Immoaustria gekümmert haben, werden in die Immoeast übernommen.

Aktienkurs. In einem sehr schwachen Marktumfeld gewann die Immoeast am Montag bis gegen 12 Uhr 2,5 Prozent auf 0,83 Cent, Immofinanz legte um 1,3 Prozent auf 0,79 Euro zu.


Fakten

Die Immoaustria, einer von den bisher drei Konzernteilen, besitzt sämtliche Immobilien des Konzerns in Österreich, darunter prominente Objekte wie den Vienna Twin Tower, den Business Park Vienna oder den City Tower. Den größten Teil stellen aber die zahlreichen Wohnimmobi-lien des Buwog/ESG-Portfolios dar.

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