Unsere Jugendlichen sind Kurzzeit-Sparefrohs
Jugendliche sparen vor allem für Kleidung und Fortgehen. Das Bewusstsein für Vorsorge ist vorhanden, den meisten fehlt aber das Geld dafür.

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Können Österreichs Jugendliche als Sparefrohs bezeichnet werden? "Ja, aber...", lässt sich als Antwort aus einer aktuellen Studie von den Marktforschern von GfK ableiten. Auf der einen Seite nimmt sich eine durchschnittliche monatliche Sparsumme von 28 Euro pro Jugendlichem durchaus imposant aus. Auf der anderen Seite wird jedoch vor allem für kurzfristige Ziele gespart, allen voran für Kleidung, Fortgehen, elektronische Geräte wie Mp3-Player, Computer und Handys sowie für das Auto und das Moped. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass sich sieben von zehn Jugendlichen grundsätzlich Geld zur Seite legen. "Österreichs Jugendliche sind echte Kurzzeit-Sparefrohs. Sie wissen genau was sie kaufen wollen, und sparen darauf hin. Für langfristige Vorsorge fehlt aber das Geld", so Peter Bosek, Privatkunden-Vorstand der Erste Bank.
Altersvorsorge.
Die übernimmt häufig die Familie. Bei den 14-19-Jährigen steckt einer von zehn Jugendlichen selbst Geld in die Altersvorsorge. Vier von zehn Jugendliche können in dieser Frage auf ihre Eltern oder Großeltern vertrauen, die sich für sie darum kümmern. Durch diese Unterstützung verfügen Jugendliche im Schnitt über ein gespartes Vemögen von etwa 3000 Euro.
Eigene Vorsorge wichtig.
Auch wenn bei den meisten Jugendlichen das eigene Geld nicht für aktive Vorsorge ausreicht, ein Thema ist es allemal. "Immerhin halten es 90 Prozent der Jungen für wichtig, sich durch eigene Vorsorge etwas für die Pension aufzubauen", so die Studie. Ein Wert, der ob der alarmierenden Meldungen über immer jünger werdende Schuldner überrascht, so Michael Ikrath, Generalsekretär beim Sparkassenverband. Allein bei der Zweiten Sparkasse, der Bank für Kunden, die wegen Überschuldung kein reguläres Konto mehr bekommen, ist jeder vierte Kunde unter 30 Jahre alt.
Kein Geld zum Sparen.
Die Studie zeigt auch auf, dass österreichweit jeder dritte Jugendliche überhaupt kein Geld zum Sparen übrig hat. Interessant ist auch ein regionaler Vergleich (siehe Grafik). Demnach steht jungen Menschen in Tirol und der Steiermark am meisten Geld zum Sparen zur Verfügung, in Kärnten am wenigsten.
Wie anlegen?
Eine Frage, die sich vor allem Eltern derzeit häufig stellen: Wo und wie soll ich in unsicherer werdenden Zeiten, Geld für meine Kinder anlegen? Die Statistik zeigt, dass in Österreich die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge noch immer am stärksten nachgefragt wird. Sie weist eine Kapitalgarantie aus, auch die staatliche Prämie ist garantiert.
Klassiker Bausparer.
Bei fondsgebundenen Produkten wird ob der Kapriolen auf den Finanzmärkten aktuell Zurückhaltung registriert. Als unverwüstlichen Klassiker in Sachen Vorsorge wird auch der Bausparer gesehen, der durch die Erhöhung der Bemessungsgrundlage von 1000 auf 1200 Euro noch zusätzlich an Attraktivität gewinnt. Damit können ab 2009 bis zu 48 Euro staatliche Prämie lukriert werden.
Features
Sp spart die Jugend
Sieben von zehn Jugendlichen legen sich laut GfK-Studie Geld zur Seite. Im Durchschnitt sind das 28 Euro pro Monat.
90 Prozent der Jugendlichen halten Vorsorge für wichtig, nur jeder zehnte aber hat selbst Geld dafür übrig.














