US-Notenbankpräsident räumt Fehleinschätzung bei Finanzkrise ein
US Notenbankchef Ben Bernanke sagt, er habe Auswirkungen der Hypothekenkrise auf Finanzmärkte nicht richtig gesehen.

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US-Notenbankpräsident Ben Bernanke hat
eingeräumt, die Auswirkungen der Hypothekenkrise auf die Finanzmärkte
unterschätzt zu haben. "Ich und andere lagen mit der anfänglichen
Einschätzung falsch, dass die Subprime-Krise begrenzt werden könnte",
schrieb der Fed-Chef in einem Beitrag für die jüngste Ausgabe des
Magazins "The New Yorker".
Komplexe Zusammenhänge.
Der ursächliche Zusammenhang zwischen dem Immobilien-Problem und
dem umfassenden Finanzsystem sei sehr komplex und schwer
vorherzusagen, erklärte Bernanke in dem Beitrag mit dem Titel
"Anatomie einer Finanzkrise". Ausgangspunkt der aktuellen weltweiten
Finanzkrise waren geplatzte Hypothekenkredite in den USA.
Geringe Kreditwürdigkeit.
Jahrelang wurden dort Hypothekenkredite an Bauherren mit geringer
Kreditwürdigkeit vergeben, sogenannte Subprime-Kredite. Diese
Darlehen wurden oft von Kreditgebern in hoch-komplexen Finanzpaketen
gebündelt und weiter verkauft.
Wertlose Pakete.
Obwohl diese Subprimes von vielen Ratingagenturen lange
Höchstnoten bekamen, entpuppten sie sich im Verlauf der Krise als
minderwertig bis wertlos. Ab 2007 häuften sich Zahlungsausfälle -
denn die US-Zinsen stiegen, aber die Immobilienpreise sanken.
Baufinanzierer und Banken geraten in Turbulenzen. Daraus folgt eine
Vertrauenskrise unter Banken, die sich gegenseitig kein Geld mehr
leihen - mit verheerenden Folgen für das gesamte Finanzmarktsystem.













