Nowotny stellt weitere EZB-Zinssenkung in den Raum
EZB sei für die Preisstabilität im Euroraum verantwortlich und müsse sich daran orientieren - über die Höhe des zu erwartenden Zinsschrittes machte Gouverneur der Österreichischen Nationalbank allerdings noch keine Angaben.

Foto © APANationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny
Ewald Nowotny, Gouverneur der Österreichischen Nationalbank (OeNB) und Mitglied des EZB-Rates, hat eine weitere Senkung der Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) bei ihrer
nächsten Zinssitzung am 4. Dezember in den Raum gestellt. Der von EZB-Chef Jean Claude Trichet und anderen Notenbankern gesehene "substanzielle Rückgang bei den Inflationserwartungen gibt Raum für weitere Bewegungen auf der Zinsseite", sagte Nowotny, heute, Freitag, im Klub der Wirtschaftspublizisten.
Zum Thema
EZB offen für Diskussionen. Über die Höhe des zu erwartenden Zinsschrittes machte Nowotny keine Angaben, meinte nur, die EZB sei offen für Diskussionen. Einer Anlehnung an den massiven Zinsschritt der Schweizer Nationalbank (SNB) von Donnerstag im Ausmaß von einem ganzen Prozentpunkt wollte Nowotny nicht näher treten: Die EZB sei für die Preisstabilität im Euroraum verantwortlich und müsse sich daran orientieren. In diesem Raum zeichne sich eine deutlich geringere Inflationsentwicklung ab, so der OeNB-Gouverneur.
Letzte Senkung am 6. November. Zuletzt hat die EZB ihren Leitzins am 6. November gesenkt und um 50 Basispunkte auf 3,25 Prozent reduziert. Nowotny verteidigte heute das Ausmaß: "Es ist richtig, nicht das ganze Pulver zu verschießen", denn "niemand kann heute sagen, wie lange die Finanzkrise noch dauert".
Features
Leitzinsen
"Leitzins" ist der von der zuständigen Zentralbank festgelegte Satz zur Steue-
rung der Geldpolitik. Neben der Europäischen Zentralbank legen auch die "Bank of England" und die amerika-
nische "Fed" Sätze fest.













