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    Citigroup "regelt" Altlast mit 1,1 Milliarden Dollar "Es wird alles getan, um das Spiel zu schützen" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Wirtschaftskrise Nächster Artikel Citigroup "regelt" Altlast mit 1,1 Milliarden Dollar "Es wird alles getan, um das Spiel zu schützen"
    Zuletzt aktualisiert: 24.10.2008 um 08:38 UhrKommentare

    Ölmultis kassieren beim Sprit kräftig ab

    Der Ölpreis sinkt auf die niedrigste Marke seit mehr als einem Jahr. Doch an der Tankstelle halten die Ölfirmen die Hand auf. Diesel und Benzin wurden bis zu zehn Cent je Liter teurer.

    Der Ölpreis wird zum Spiel mit den Autofahrern

    Foto © ReutersDer Ölpreis wird zum Spiel mit den Autofahrern

    Die Autofahrer schimpfen: Regional sind die Preise für Diesel und Eurosuper95 bis zu zehn Cent je Liter nach oben geschossen. Auch Heizöl kostet mit 80 bis 90 Cent je Liter wieder mehr. Eine kuriose Entwicklung: Der Ölpreis ist seit Anfang September um 40 Prozent gesunken, seit dem Höchstpreis im Juli um 56 Prozent. Beim Sprit war der Preisnachlass an der Zapfsäule wesentlich geringer. Im Durchschnitt kostet ein Liter Diesel nach der kräftigen, meist über Nacht erfolgten Preiserhöhung 1,197 Euro, Super95 liegt bei 1,114 (siehe Grafik). Es gebe sogar Tankstellen, berichtet Lydia Ninz vom Arbö, die in der Früh und tagsüber mit niedrigen Preisen werben und abends, wenn die Berufstätigen nach Hause fahren und Zeit zum Tanken haben, die Preise um einige Cent anheben.

    Günstig wie seit einem Jahr nicht mehr. Die rasanten Preissprünge verdeutlichen ein paar Zahlen aus der Arbö-Statistik. Diesel war in der letzten Woche mit im Schnitt 1,087 Euro pro Liter so billig wie im Oktober 2007 - bei vergleichbaren Produktenkosten in Rotterdam. Diesel müsste daher erneut billiger werden. Ähnlich verhält es sich beim Eurosuper95. Der Ölpreis, so Ninz, lag zuletzt im Mai 2007 auf vergleichbarem Niveau.

    Das Spiel mit den Autofahrern. Dass die Mineralölwirtschaft mit den Autofahrern spielt, möchte der Arbö nicht ganz von der Hand weisen. Treibstoffe sind eine Ware, die fast jeder braucht und auch kauft, daher gibt es in der Preiskalkulation nur unbedeutende Unterschiede. Die Tankstellen, sagt Ninz, orientierten sich untereinander an den Preisen in der Nähe. Die Ölmultis seien aber "brav", meint Ninz wörtlich, Preissenkungen beim Öl würden rasch an die Verbraucher weiter gegeben: "Von lichten Gipfelhöhen im Sommer ist der Preis an den Tankstellen herunter gerasselt."

    Große Nachfrage. Die steigenden Spritpreise erklärt Ehsan Ul-Haq vom Ölhändler JBC Energy in Wien damit, dass die Produktenpreise in Rotterdam eben gestiegen seien. Der Grund beim Benzin liege darin, dass Europa viel Treibstoff nach Amerika verkaufe, das Angebot knapper sei. Beim Diesel spiele die Heizsaison eine Rolle: "Die Nachfrage nach Heizöl, praktisch ein gleiches Produkt wie Diesel, steigt." Größere Nachfrage erhöht den Preis. Außerdem würden deutsche Händler gegenwärtig sehr viel Heizöl im Markt einkaufen.

    ULRICH DUNST, HELLFRIED SEMLER

    Fakten

    Mit einem Schock für Autofahrer und Heizölkäufer fing das Jahr 2008 an.

    Am 2. Jänner wurde für ein Barrel Rohöl (159 Liter) erstmals in der Geschichte ein Preis von 100 Dollar bezahlt.

    Foto

    Foto © Kleine Zeitung Digital / Helmut Weichselbraun

    Foto © Kleine Zeitung Digital / Helmut Weichselbraun

    Fakten

    Richard Arens, ein kleiner US-Ölhändler, wollte in die Geschichte eingehen als Erster, der 100 Dollar für ein Barrel zahlte.

    Von da an ging es mit dem Preis ungebremst nach oben.

    Die Marke von 120 Dollar wurde am 5. Mai übersprungen.

    Foto

    Foto © Reuters

    Foto © Reuters

    Fakten

    Schon zwei Wochen später stand der Preis auf 130 Dollar.

    Der bisher höchste Preis wurde am 11. Juli mit 147,22 Dollar gemeldet.

    Im September begann der Preisrutsch. Jetzt liegt das Barrel bei 60 bis 65 Dollar.

    Den höchsten Tagesanstieg seit Beginn der kommerziellen Ölförderung 1864 gab es mit 25 Dollar heuer am 22. September.

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