Börse Frankfurt nach Rettungsplan mit kräftiger Erholung - DAX +5%
Stabilisierungsmaßnahmen der Euro-Länder für Bankenbranche Finanztitel ziehen nach oben an.

Foto © APA
Die Frankfurter Aktienbörse tendierte am
Montag im frühen Geschäft nach den am Wochenende vereinbarten
Stabilisierungsmaßnahmen der Euro-Länder für den Finanzsektor auf
Erholungskurs. Der DAX schoss bis 9.35 Uhr 225,46 Einheiten oder 4,96
Prozent auf 4.769,77 Zähler in die Höhe.
Hoffnung.
Getragen wird die Chance auf eine kräftige Erholung von guten
Vorgaben aus Übersee und der Hoffnung auf eine stabile Wende durch
die weltweite Koordination der Rettungsaktionen für das globale
Finanzsystem, sagte ein Händler. "Die geplante Banken-Rettungsaktion
der Bundesregierung in Höhe von etwa 400 Milliarden Euro kommt spät,
aber immerhin, sie kommt", sagte Kapitalmarktexperte Robert Halver
von der Baader Bank.
Rettungspaket.
Finanzwerte schossen durch das angekündigte Rettungspaket der
Bundesregierung nach oben. Ein Börsianer sagte: "Alles stützt sich
auf die Hoffnung, dass dieser Schritt den Finanzmärkten länger als
ein paar Minuten helfen wird." An der DAX-Spitze schnellten die Titel
der Hypo Real Estate (HRE) um 27,60 Prozent auf 5,27 Euro hoch, für
die der Commerzbank ging es um 16,18 Prozent auf 11,275 Euro nach
oben. Die Aktien der Deutschen Bank gewannen 17,79 Prozent auf 36,780
Euro. Im MDAX kletterten die Anteilsscheine der Aareal Bank um 28,28
Prozent auf 7,53 Euro hoch.
Neuigkeiten .
Auch Infineon gehörten mit plus 14,94 Prozent auf 3,155 Euro zu
den Gewinnern. Ein Händler verwies auf eine technische Gegenreaktion
nach den massiven Verlusten der vergangenen Woche. Die Nachrichten
zur Tochter Qimonda wertete er unterdessen als "sehr schlechte
Neuigkeiten". Der vom Markt lang erwartete Verkauf der DRAM-Tochter
verzögert sich wegen der Finanzkrise oder droht zu scheitern.
Schulden.
TUI kletterten nach dem angekündigten Verkauf der
Traditionsreederei Hapag-Lloyd um 14,32 Prozent auf 10,020 Euro. Nach
langem Ringen hat TUI die Mehrheit an Hapag-Lloyd zu einem
Unternehmenswert von 4,45 Milliarden Euro inklusive Schulden an eine
Gruppe Hamburger Investoren verkauft.













