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    Zuletzt aktualisiert: 12.10.2008 um 13:35 UhrKommentare

    Taugt der G7-Aktionsplan gegen Hysterie?

    Es war wohl eine der kürzesten Erklärungen, die je am Ende eines Treffens der G7-Finanzminister und -Notenbankchefs stand. USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Kanada und Italien beziehen sich auf fünf klare Botschaften.

    G7-Aktionsplan gegen Finanzkrise

    Foto © APAG7-Aktionsplan gegen Finanzkrise

    Gerade eine Seite umfasst das Papier, von dem die sieben wichtigsten Industrienationen so sehnlichst einen Wendepunkt für die gebeutelten Weltfinanzmärkte erhoffen. Ohne die sonst üblichen Floskeln und gebetsmühlenartig wiederholten Interessenbekundungen reduzierten die Sieben ihre Forderungen auf fünf klare Botschaften.

    Urteil am Montag. "Dringende und außergewöhnliche Maßnahmen" kündigte der Club der reichen Länder an: wichtige Finanzinstitutionen sollen vor dem Untergang bewahrt, eingefrorene Kreditmärkte aufgetaut und privates wie staatliches Kapital "ausreichend" an Banken fließen, um das beinahe havarierte Finanzsystem wieder flott zu machen. "Robuste" Garantien müssten Bankkunden zudem Vertrauen geben, der Markt für notleidende Vermögenswerte soll wiederbelebt werden. Von einem "aggressiven Plan" sprach US-Finanzminister Henry Paulson, von "weitreichenden Verabredungen" sein deutscher Kollege Peer Steinbrück (SPD). Die zuletzt hypernervösen Börsen aber und die seit Tagen verunsicherten Investoren werden ihr Urteil an diesem Montag fällen.

    Erste Kritik. Doch schon erheben sich kritische Stimmen, der Plan sei nicht eben konkret. "Das greift zu kurz", sagte Adam Posen vom renommierten Peterson-Wirtschaftsinstitut in Washington der "New York Times". "Offenbar geht es in Richtung direkter Kapitalspritzen. Aber warum sagen sie (die G7) das nicht einfach?" Als hätten die Aktienmärkte den Druck auf die Politik bis zur Unerträglichkeit erhöhen wollen, hatten sie am Freitag ihren Absturz dramatisch fortgesetzt. Binnen einer Woche brach der japanische Nikkei-Index um 24 Prozent ein, der DAX verlor mehr als ein Fünftel. Dass der amerikanische Dow-Jones-Index nach einer wilden Berg- und Talfahrt um rund 1000 Punkte mit etwa 1,5 Prozent im Minus schloss, galt nach dem Blutbad der Vortage schon als moderat.

    Gemeinsamkeit. Entschlossenheit und Tatkraft sollte die Kürze des Aktionsplans wohl demonstrieren, nach der Devise: Die Zeit der langen Reden ist vorüber, und auch der langen Kommuniques. Die zunächst auch diesmal geplante mehrseitige Erklärung, bei der die G7-Unterhändler sonst um jedes Komma feilschen, blieb kurzerhand in der Schublade. Paulson betonte: "Nie war es wichtiger, gemeinsame Lösungen zu finden, um stabile und effiziente Finanzmärkte zu schaffen und die Weltwirtschaft gesunden zu lassen." Zeitgleich, zwei Häuserblöcke weiter, zog auch der deutsche Finanzminister sein Fazit. Das sehr kurze, eindringliche Papier enthalte "ziemlich klare Botschaften".

    Frank Brandmaier/ dpa

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