ATX mit Kurssprung von 11,7 Prozent
Die Wiener Börse hat am Montag mit einem fulminanten Kurssprung auf die Ankündigung eines Finanzrettungspakets der EU-Länder reagiert.

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Die Wiener Börse ist am Montag mit fulminanten Kursgewinnen in den
Handel gestartet. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde
der ATX um 9.45 Uhr mit 2.236,93 Punkten nach 2.002,05 Einheiten am
Freitag errechnet, das ist ein Plus von 234,88 Punkten bzw. 11,73
Prozent. Der Index konnte sich damit etwas von seiner jüngsten
Talfahrt und den am Freitag markierten Mehrjahrestiefs erholen.
Erste Erfolge
Aufschwung.
Der ATX Prime notierte bei 1.012,35 Zählern und damit um 12,47
Prozent oder 112,25 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 49
Titel mit höheren Kursen, einer mit tieferen und zwei unverändert. In
sechs Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden
im prime market insgesamt 2.968.679 Stück Aktien in Einfachzählung
mit einem Kurswert von 81,09 Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.
Auch an anderen europäischen Börsen ging es nach den am Wochenende
angekündigten Finanzrettungspaketen kräftig nach oben. Vor allem
Bankaktien konnten von den Rettungsplänen für die Finanzbranche
profitieren. Nach dem Aktionsplan der sieben führenden
Industriestaaten (G-7) haben sich am Sonntag auch die Euroländer bei
einem Krisengipfel auf ein Maßnahmenpaket geeinigt.
Positive Reaktionen.
Aktienhändler werteten die Pakete in ersten Reaktionen positiv.
Mit den Maßnahmen soll der zuletzt erlahmte Geldmarkt wieder in
Schwung gebracht werden, Händlern zufolge ein Schlüsselfaktor bei der
Krisenbewältigung. Angesichts der Vertrauenskrise unter den
Geldinstituten waren am Geldmarkt zuletzt praktisch keine
kurzfristigen Gelder mehr zu bekommen, hieß es am Markt.
Stark gesucht waren nach der Ankündigung der
Krisenbewältigungspakete europaweit Bankenwerte. In Wien stiegen
Raiffeisen International um 32,35 Prozent auf 36,00 Euro (226.244
Stück). Erste Group stiegen um 13,92 Prozent auf 25,29 Euro (365.955
Stück).
Präsentation des Maßnahmenpakets.
Am Montagnachmittag will die österreichische Regierung ihre
Ausgestaltung des Maßnahmenpakets für die österreichischen Banken
präsentieren. Die Regierung spricht in einer Aussendung von
"Vorbereitungen für mögliche Rekapitalisierungsmaßnahmen für die
Banken. Die Banken selbst haben in ersten Reaktionen von sich
gewiesen, dass es sich um eine Rekapitalisierung handelt. Es gehe um
eine Stärkung der Eigenkapitalbasis, nicht eine Rekapitalisierung,
hieß es in Bankenkreisen.
Trend.
Auch mit den anderen ATX-Schwergewichten ging es steil nach oben.
voesalpine stiegen um 12,77 Prozent auf 20,75 Euro (303.840 Stück).
OMV gewannen 9,78 Prozent auf 24,92 Euro (130.509 Stück). Telekom
Austria legten 8,33 Prozent auf 10,40 Euro zu (121.533 Stück).
Stark gesucht waren in der Früh auch die zuletzt massiv unter die
Räder gekommenen Immoeast und Immofinanz. Immoeast stiegen um 32,47
Prozent auf 1,02 Euro (592.379 Stück). Immofinanz gewannen 40,00
Prozent auf 1,47 Euro (580.657 Stück). Immofinanz und Immoeast prüfen
nun konkret ihre Fusion. Bei einem positiven Ergebnis könnten die
Hauptversammlungen für die Fusion im ersten Quartal 2009 durchgeführt
werden, hieß es in einer Ad-hoc-Mitteilung in der Früh.
Features
Neue Regeln
Die neuen Regeln erlauben der Wiener Börse, bis auf weiteres bei Kursänderungen von mehr als 10 Prozent den Handel in diesem Wertpapier befristet oder bis auf Widerruf aussetzen.













