Zinssenkungen beruhigen Börsen nur teilweise
Die Leitzinssenkung der wichtigsten Notenbanken vom Vortag hat die Aktienmärkte weltweit nur teilweise beruhigt.

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teilweise beruhigt. Während die Kurse in Nord- und Südamerika sowie
Asien erneut deutlich fielen, stabilisierten sich die Börsen in
Europa zum Handelsstart am Donnerstag. Der wichtigste deutsche
Börsenindex DAX stieg bis zu Mittag um mehr als 1 Prozent auf knapp
5.100 Punkte. Vor allem Bankaktien konnten nach den dramatischen
Kursrutschen des Vortages wieder Boden gutmachen. Zeitweise
verbuchten sie sogar zweistellige Gewinne.
ATX steigt wieder.
In Wien legte der Leitindex ATX bis 12 Uhr um 3,61 Prozent zu auf
2.335,31 Punkte.
"Nach dem Schock von gestern beruhigt sich die Lage nun erstmal
wieder ein bisschen", sagte ein Händler in Frankfurt. "Das heißt aber
nicht, dass der Sturm schon ganz vorbei ist". Nach Einschätzung
einiger Analysten werden Börse und Wirtschaft so lange schwächeln,
bis die Immobilienpreise in den USA nicht mehr fallen und die Banken
wieder genug Geld zur Verfügung haben.
Die US-Börsen schlossen am Mittwoch (Ortszeit) den sechsten
Handelstag hintereinander im Minus. Der Leitindex Dow Jones verlor 2
Prozent auf 9.258,10 Punkte. Nach einer nervösen Berg- und Talfahrt
verpuffte am Ende die Wirkung der Leitzinssenkung, an der sich die
Europäische Zentralbank (EZB) sowie die Notenbanken der USA (Fed),
Großbritanniens, Kanadas, Schwedens und der Schweiz beteiligt hatten.
Talfahrt in Asien.
Auch in Lateinamerika und Asien setze sich die Talfahrt an den
Börsen fort. Am größten Aktienmarkt des Subkontinents in Brasilien
gab der Bovespa-Index um 3,85 Prozent auf 38.593,54 Punkte nach. Der
japanische Nikkei für 225 führende Werte gab zwischenzeitliche
Gewinne wieder ab und schloss auf dem niedrigsten Stand seit fünf
Jahren mit einem Verlust von 45,83 Punkten oder 0,50 Prozent bei
9.157,49 Punkten. "Selbst wenn es die Regierungen schaffen, die
Sorgen um die Finanzkrise und das fehlende Vertrauen zu lindern,
bleiben die Ängste um die Wirtschaftsentwicklung bestehen und der
Markt wird sich dann darauf konzentrieren", erklärte ein
Börsenexperte in Tokio die Nervosität.
Euro bleibt stabil.
Der EuroSTOXX 50, der die größten europäischen Unternehmen
umfasst, lag zeitweise im Plus von knapp 2 Prozent. Auch die
Aktienmärkte in Paris und London kletterten leicht. Zu den Gewinnern
an der Frankfurter Börse zählten bis zum Mittag vor allem Papiere der
Commerzbank, der Hypo Real Estate und der Postbank mit Gewinnen um 10
Prozent.
Der Euro pendelte sich unter der Marke von 1,37 Dollar ein. Im
frühen Handel in Europa kostete die Gemeinschaftswährung 1,3641
Dollar. Ein Dollar war 0,7329 Euro wert. Der Ölpreis sank weiter. Ein
Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI zur Lieferung im November kostete
87,61 Dollar und damit um 1,34 Dollar weniger als zum Handelsschluss
am Vortag.
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Features
Fakten
Sechs führende Notenbanken, darunter die EZB, die amerikanische Federal Reserve und die britische Bank of England senkten ihre Leitzinsen am Mittwoch in einer konzertierten Aktion.
Fakten
In ganz Europa brachen die
Märkte am Montag vor dem Hintergrund der Finanzkrise und neuer
Rezessionsängste stark ein. In Wien fielen die Verluste dabei
besonders kräftig aus. Als wichtigen Faktor nennen Analysten hier die
vergleichsweise geringere Liquidität des Wiener Marktes und das
Ostengagement vieler öster-
reichischer Unternehmen.














