Regierung garantiert für 100.000 Euro
Die Sparer sollen wieder Vertrauen in die Banken fassen. Österreich garantiert Einlagen bis 100.000 Euro als sicher. Die Regierung will am Mittwoch die neue Regelung beschließen.

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Österreichs Sparer können aufatmen. Die Einlagensicherung auf heimische Sparguthaben wird angehoben: zunächst von gegenwärtig 20.000 auf 100.000 Euro. Und sollte Deutschland seine Ankündigung, eine unbegrenzte Garantie zu übernehmen, wahr machen, werde auch der Staat Österreich unlimitiert für private Sparkonten bürgen. Das hat Vizekanzler Finanzminister Wilhelm Molterer nach dem Treffen der EU-Finanzminister in Luxemburg angekündigt. "Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Entscheidungen", sagte er: "Das sind wir den Österreichern schuldig".
Mit SPÖ abgesprochen.
Bereits am Mittwoch will Molterer dem Ministerrat in Wien den Vorschlag unterbreiten. Der Vorstoß sei mit dem Koalitionspartner SPÖ abgesprochen.
Hohe Abdeckung.
Von den Maßnahmen betroffen sind nach Angaben des Finanzministers rund 95 Prozent aller Spareinlagen von Privatpersonen in Österreich mit einem Gesamtvolumen in der Höhe von rund 150 Milliarden Euro.
Bausparverträge sind ebenso abgedeckt wie Girokonten und Sparbücher. Die Garantie soll mindestens ein Jahr gelten. "Die österreichischen Sparer können damit rechnen, dass ihre Einlagen sicher sind", sagte Molterer.
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Die EU-Staaten waren nach dem Vorpreschen von Ländern wie Irland, Deutschland für eine volle Garantie aller Sparguthaben unter Druck gekommen. Beim ihrem Treffen in Luxemburg einigten sich die EU-Finanzminister auf eine generelle Anhebung der EU-Mindestschwelle für die Einlagensicherung von derzeit 20.000 auf 50.000 Euro, "zumindest für ein Jahr". Ein Großteil der Länder kündigte aber bereits an, auf 100.000 Euro anzuheben.
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