Neuer Anlauf zur US-Banken-Rettung?
US-Präsident Bush kündigte weitere Initiativen an.

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Nach dem Scheitern des
US-Rettungsplans für notleidende Banken im Repräsentantenhaus hat
Präsident George W. Bush weitere Initiativen angekündigt. Das Platzen
des Notplans hat die Börsen weltweit auf eine weitere dramatische
Talfahrt geschickt.
"Wir müssen etwas tun"
Nach der Ablehnung eines großangelegten Notfallplans durch den
Kongress hat US-Finanzminister Henry Paulson auf einen neuen Anlauf
zur Entlastung der in Not geratenen Banken gedrängt. "Wir müssen
etwas tun", sagte Paulson, "das ist zu wichtig, um es einfach
scheitern zu lassen". Das Repräsentantenhaus hatte den
700-Milliarden-Dollar-Rettungsplan am Montag mit 228 gegen 205
Stimmen abgelehnt.
Bush enttäuscht.
US-Präsident George W. Bush zeigte sich nach der Abstimmung
"enttäuscht" und kündigte eine Erklärung zur Finanzkrise an.
Bei der Abstimmung hatten die demokratischen Abgeordneten
mehrheitlich für den Gesetzentwurf gestimmt, die Republikaner von
Präsident Bush stimmten hingegen mehrheitlich gegen ihn. Vor allem
Abgeordnete vom konservativen Flügel der Republikaner machten in der
Debatte gegen den Entwurf mobil, weil er dem Staat zu viel Macht
gebe. Der Plan sieht weitgehende Vollmachten für Finanzminister
Paulson vor, der mit 700 Mrd. Dollar Banken nach seinem Gutdünken
faule Kredite abkaufen soll. Nach der Abstimmung kam es zu einem
dramatischen Kurssturz an den US-Börsen. An den anderen Börsen hat
sich der Kurssturz am Dienstagvormittag fortgesetzt. Überall kamen
wieder die Bank-Aktien unter Druck.
Krise hält an.
Am Dienstag gebe es aber wegen eines Feiertags sehr wahrscheinlich
keine neue Parlamentsvoten, hieß es schon gestern Abend in
Washington. "Die Abstimmung ist gescheitert, doch die Krise hält an",
sagte die demokratische Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy
Pelosi.














