Rettungsplan dürfte für US-Steuerzahler teuer werden
Programme anderer Staaten verschlangen laut Commerzbank zwischen 6 und 20 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

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Das geplante Programm der US-Regierung zur
Eindämmung der Finanzmarktkrise könnte die amerikanischen
Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Analysten der Commerzbank
verwiesen am Freitag auf Erfahrungen mit derartigen Rettungsaktionen
in anderen Ländern. "In Schweden kostete die Rettung der Banken
Anfang der 90er Jahre den Staat 6 Prozent des BIP."
Kosten. Schätzungen für die Kosten der Stützung des japanischen
Bankensystems in den 90er Jahren gehen den Frankfurter Bankern
zufolge sogar auf 20 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Sollte
es den US-Staat, wie bei der schwedischen Rettungsaktion, 6 Prozent
kosten, würde das einer Summe von etwa 850 Mrd. Dollar (586 Mrd.
Euro) entsprechen. Daher drohe dem Steuerzahler für eine "große
Lösung eine erhebliche Rechnung".
Rettungsplan. Am Donnerstagabend hatte die US-Regierung einen Rettungsplan für
Banken vorzulegen, die wegen fauler Kredite in Bedrängnis geraten
sind. Der Plan bedürfe aber der Zustimmung des Kongresses, sagte
Finanzminister Henry Paulson nach einem Krisentreffen bei Präsident
George W. Bush. Paulson und Notenbankchef Ben Bernanke informierten
anschließend führende Politiker des Kongresses über die
Regierungspläne.
Schulden abfangen. Der Sender CNBC hatte zuvor berichtet, die US-Regierung denke über
eine Auffanglösung für Bankschulden nach. In dem Bericht hieß es
weiter, nach den Überlegungen von Finanzminister Paulson soll sich
die angedachte Auffanglösung an dem Modell der Resolution Trust Corp.
(RTC) orientieren, das die Regierung Ende der 80er Jahre nach dem
Zusammenbruch mehrerer Spar- und Darlehenskassen erfolgreich zur
Bekämpfung der damaligen Finanzkrise einsetzte.
Keine Alternative. Den Commerzbank-Analysten zufolge ist eine Alternative zu dem
geplanten Programm nicht auszumachen. "Immerhin könnte die
Auffanggesellschaft die erworbenen Papiere bis zur Fälligkeit
halten." Da kaum zu erwarten sei, dass die Anleihen alle komplett
ausfallen, könne sich die Rechnung für die Steuerzahler zumindest
verringern. "Einmal mehr ist damit das geringere Übel gewählt."
Weiteres Abwarten und eine Verschärfung der Krise könnte noch teurer
werden.
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"Wir müssen das tun. Der Immobilienmarkt ist die Wurzel der Probleme unserer Wirtschaft und unseres Finanzsystems", sagte Paulson. "Solange wir keine Stabilisierung im Immobiliensektor erreichen, bekommen wir auch keine Stabilität auf den Finanzmärkten."













