Wie man die Kurstabellen in der Zeitung liest ...
Alles auf einen Blick und viele Details; Börseneulinge müssen sich aber auch einem neuen Vokabular stellen. Hier die Übersicht, was man unter Begriffen wie "standard market auction" versteht.

Foto © REUTERS/ATEF HASSANWer ein Portfolio steuern will, braucht vor allem eines: Information
Gut und übersichtlich gestaltete
Kurslisten sind – und
das haben Leserbefragungen
bei Finanzmedien immer
wieder ergeben – für viele Menschen
ein wesentliches Motiv, eine Zeitung
zu abonnieren. Für interessierte Börseeinsteiger
gibt es aber oft das Problem,
dass man auf den Kursseiten mit
einem völlig neuen Vokabular konfrontiert
wird und – trotz grundsätzlichem
Interesse – rasch klein beigibt. Anbei –
am Beispiel der Kursseite der Kleinen
Zeitung – eine Erklärung der wichtigsten
Begriffe.
Begriff "prime market": Wie der
Name schon ankündigt, ist das Wörtchen
"prime" eine Auszeichnung. Das
Wiener Börse-Segment "prime market"
bezieht demnach nur Aktienwerte ein,
die speziellen Zusatzanforderungen,
wie erhöhte Transparenzkritieren und
Mindestkapitalisierung, entsprechen.
Das werden erfreulicherweise immer
mehr und dazu gibt es auch einen Index
namens ATX Prime. Dieser wird
seit dem 2. Jänner 2002 berechnet und
dient vor allem als Benchmark für institutionelle
Investoren. Der ATX Prime
setzt sich aus sämtlichen Titeln des
Prime-market-Segments zusammen.
Welche Titel das sind, sieht man in der
Spalte links oben. Der allseits bekannte
ATX ist eine Submenge des ATX Prime.
Hier werden aus dem ATX Prime die
20 wichtigsten Unternehmen nach den
Kriterien Größe und Börseumsatz hervorgehoben.
Für jeden Titel der Kursliste
wird "aktuell" (Schlusskurs vom
Vortag), "zuletzt" (Schlusskurs vom
vorletzten Handelstag), "Höchst" und
"Tief" (die Höchst- und Tiefstwerte der
vergangenen 12 Monate) ausgewiesen.
Begriff "standard market continuous":
Ein fürchterlicher Name, aber
die Erklärung ist einfach. Hier finden
sich Aktien, die zwar nicht den erhöhten
Anforderungen des prime market
entsprechen, aber trotzdem laufend
(fließend) gehandelt werden.

