AUA-Verkauf: Drei Big Player auf der Short List
Der am Montag tagende Privatisierungsausschuss hat die Fluglinien Lufthansa, Air France-KLM die russische S7-Airlines für die nächste Runde nominiert.

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Beim Kampf um die AUA sind nur mehr drei Anbieter
über, berichten mehrere heimische Tageszeitungen in ihren
Dienstag-Ausgaben. Demnach haben es die Deutsche Lufthansa, Air
France/KLM und die russische S7 auf die Short List geschafft. Nicht
dabei ist British Airways, die allerdings auch kein wirkliches
Interesse gehabt haben soll, heißt es in den Zeitungen.
"Due Dilligence".
Wer von den drei Bietern den Zuschlag erhält soll am 28. Oktober
feststehen, schreibt "Der Standard". Die Firmen auf der Short List
dürfen die AUA nun auf Herz und Nieren prüfen und die sogenannte "Due
Dilligence" durchführen. Da sich bisher keine nennenswerten
österreichischen AUA-Käufer auftaten, wird wohl die ÖIAG weiter eine
Sperrminorität halten müssen.
Keine Aktien gezeichnet.
Offiziell wird die AUA am späten Dienstagnachmittag das Ergebnis
der Kapitalerhöhung bekannt geben, die ursprünglich für den Einstieg
von Scheich Mohamed Al Jaber gedacht war. Fix ist, dass Al Jaber
keine Aktien gezeichnet hat. Einige wenige Papiere wurden von
privaten Anlegern gekauft, alles in allem nicht signifikant, heißt es
aus Bankkreisen. Ohne die Anlageempfehlung "hold" zu ändern, erhöhte
die UniCredit das Kursziel der AUA von 4,20 auf 7,10 Euro. Zu diesem
Kurs hätte auch Al Jaber die Aktien kaufen sollen.
Gegenwind.
Die bisher als haushoher Favorit gehandelte Lufthansa sieht sich
zusehends Gegenwind ausgesetzt, berichtet die "Presse". Demnach hat
sich die sibirische S7 hochkarätige Lobbyisten gesichert, die bei SPÖ
und ÖVP sowie in Wirtschaftskreisen für guten Wind sorgen sollen.
Außerdem soll S7 die Gazprombank und die Sberbank hinter sich haben.
Die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich mit Ludwig Scharinger an der
Spitze soll den "österreichischen" Kernaktionär für die S7 bilden.
West-Ost-Drehscheibe.
Gleichzeitig sollen auch die Sympathien für Air France/KLM
wachsen, heißt es in der Zeitung. Vor allem innerhalb der AUA soll es
viele Befürworter für einen Einstieg der Franzosen geben. Nicht
überraschend ist, dass sich der Flughafen Wien, der bei einem
Einstieg der Lufthansa um seine Position als West-Ost-Drehscheibe
fürchtet (weil München und Zürich so nahe sind), nicht für die
Deutschen stark macht.
Features
Sperrminorität
Mit Sperrminorität bezeichnet man die Möglichkeit einer Minderheit, bei Abstimmungen einen bestimmten Beschluss zu verhindern. In Regel ist das der Fall, wenn eine Gruppe mehr als 25% und weniger als 50% der Aktien besitzt.
















