"Verschnupfter" Oligarch: AUA kriegt Anflugverbot für Dnepropetowsk
Offiziell handelt es sich um einen Landebahn-Umbau, einzig die AUA darf deshalb den ukrainischen Flughafen Dnepropetowsk nicht anfliegen. Was inoffiziell dahintersteckt: ein verstimmter Oligarch, der im Rahmen des AUA-Verkaufs den Kürzeren zog.

Foto © AP"Leider nein" in Dnepropetowsk
Dia AUA darf seit 1. Mai nicht mehr im ukrainischen Dnepropetrowsk landen. Offiziell, weil die Landebahn umgebaut wird, in Wahrheit, weil der ukrainische Oligarch Igor Kolomojski gegen die AUA interveniert habe, schreibt die "Presse" (Samstagsausgabe). Denn während die AUA nun das 70 km entfernte Saporoschja anfliege, landeten alle anderen Fluggesellschaften, darunter auch die DniproAvia von Kolomojski in Dnepropetrowsk.
Der Ukrainer habe im August 2009 das staatliche Kontrollpaket von DniproAvia übernommen. Und er sei nicht zum Zuge gekommen, als die AUA ihre 1996 erworbenen 22,5 Prozent Anteile an der zweitgrößten ukrainischen Fluglinie Ukrainian International Airlines (UIA) Mitte April verkaufte. Die AUA bestätigt den Verkauf, nicht aber, an wen die Anteile gingen, so die "Presse". Aber Kolomojski sei nicht der Käufer gewesen. Die inzwischen verkauften AUA-Anteile seien wichtig, weil der Staat, der noch die Mehrheit an UIA halte, die Fluglinie privatisieren werde. Nun sei noch unklar, wer sich den Einstieg bei UIA gesichert habe, sogar ein Interesse der AUA-Mutter Lufthansa werde "nicht ausgeschlossen".
Da DniproAvia nun im Gegensatz zur AUA von Wien nach Dnepropetrowsk fliege und auf dieser Strecke praktisch ein Monopol habe, habe die AUA die EU-Kommission und die österreichische Luftfahrtbehörde eingeschaltet, so eine AUA-Sprecherin laut "Presse".













