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    "Verschnupfter" Oligarch: AUA kriegt Anflugverbot für Dnepropetowsk Aufregung bei AUA: Austro Control erhöht Gebühren Voriger Artikel Aktuelle Artikel: AUA Nächster Artikel "Verschnupfter" Oligarch: AUA kriegt Anflugverbot für Dnepropetowsk Aufregung bei AUA: Austro Control erhöht Gebühren
    Zuletzt aktualisiert: 10.07.2009 um 22:19 UhrKommentare

    AUA-Aktie im Sinkflug - EU wartet zu

    Dramatik pur: Verkaufsappelle der Analysten, Durchhalteparolen der Politik und der bange Blicke auf jene Schublade, in der sich Plan B für die Zukunft der AUA befindet.

    Foto © Reuters

    Sie sollten die AUA-Aktie sofort verkaufen" - deutlicher hätte der gestrige Appell von Günther Artner, Aktienanalyst der Erste Group, nicht ausfallen können. Mit den dramatischen Entwicklungen rund um den an der Kippe stehenden AUA-Verkauf hat auch die AUA-Aktie zum Sturzflug angesetzt: Zu Handelsschluss stand ein Minus von 13,1 Prozent zu Buche.

    Artner stützte sich auf die, gestern im Laufe des Tages getätigte Einschätzung der EU-Kommission, wonach es ein Wunder bräuchte, um den Deal noch bis 31. Juli durchziehen zu können. Dieses Datum ist für die AUA geradezu überlebenswichtig.

    Sollten es nämlich bis dahin kein grünes Licht aus Brüssel geben, hat die Lufthansa, per Vertragsklausel, die Möglichkeit vom Kaufvertrag zurücktreten. Die Chancen dafür hätten sich, so der Befund Artners jedenfalls erhöht. Von AUA-Vorstand Andreas Bierwirth hatte es geheißen, ein Plan B sei "in der Schublade". "Den müsste er dann aus der Schublade holen", so Artner.

    Bedrohungsszenario Plan B

    Vor wenigen Tagen hatte Bierwirth in einem Interview mit dem "Kurier" bestätigt, dass es diesen Plan B gibt. Und zwar in einer Schublade, "die wir hoffentlich nie aufmachen müssen". Das verwundert kaum, sieht dieses Alternativkonzept doch eine Schrumpfkur der AUA um weitere 30 Prozent vor.

    Die AUA müsste zu einer Regionalfluglinie degradiert werden, tausende Arbeitsplätze würden verloren gehen. Welch schwerwiegende Konsequenzen der Griff in die Schublade hätte, lässt sich auch aus den Worten von Finanzminister Josef Pröll ableiten, der die Übernahme durch die Lufthansa in dieser Woche "alternativlos" genannt hatte.

    In Beobachterkreisen - sowohl in Wien als auch in Frankfurt und Brüssel - waren in letzter Zeit immer wieder Spekulationen laut geworden, denen zufolge die Lufthansa das Interesse an der AUA verloren habe und deshalb gegenüber der EU-Kommission auf stur schalte. Eine These, der Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka gestern entgegen getreten ist. Er habe keinen Zweifel daran, dass die Lufthansa die AUA noch übernehmen wolle. "Für mich zählt das Wort des Lufthansa-Chefs." Dieser habe immer wieder gesagt, dass er sehr wohl interessiert ist.

    Drastische Einschnitte.

    Man müsse bis zur letzten Minute weiterverhandeln und die verbleibende Zeit noch nützen, fordert Lopatka. Doch eines ist ebenfalls klar: Auch die Lufthansa hat bereits ein Sparprogramm angekündigt, dessen Ausmaß am 30. Juli bekannt gegeben werden soll. Analysten halten drastische Einschnitte von einigen hundert Millionen Euro für möglich. Auch deshalb sollen längst nicht mehr alle Lufthansa-Entscheidungsträger voll hinter der AUA-Übernahme stehen.

    Im Raum steht mittlerweile auch eine Fristerstreckung seitens der Lufthansa. Zumindest soll geprüft werden, ob der 31. Juli als vertraglich festgesetztes Ende des Übernahmeangebotes noch verhandelbar ist. Das setzt freilich voraus, dass das Interesse der Lufthansa tatsächlich ungebrochen ist.

    MANFRED NEUPER

    Fakten

    Bis 31. Juli gilt das Angebot der Deutschen Lufthansa für die angeschlageneAUA. Brüssel legt sich nun aber quer. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes will, dass die Lufthansa Strecken abgibt.

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