Lauda empört über AUA-Forderung nach Spezialtarifen
Die Übernahme von AUA-Schulden durch den österreichischen Staat ist anderen Airlines seit Monaten ein Dorn im Auge.

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Allen voran flyniki-Boss Niki Lauda: "Warum sollen wir die
Verluste weiter zahlen und einer kranken Airline Geld geben, damit
sie dann krank weiterfliegt?", fragte Lauda heute, Donnerstag, bei
der Präsentation seiner Bilanzzahlen in Wien. Auch Spezialtarife,
über die die AUA mit OMV, Flughafen Wien und Austro Control
verhandelt, stoßen dem ehemaligen Rennfahrer sauer auf: "Wenn die AUA
einen günstigeren Tarif bekommt, flieg ich persönlich nach Brüssel.
Aber mit einer Rakete", so seine heutige Ansage.
Verhandlungen. Die AUA verhandelt derzeit mit der OMV über bessere Konditionen.
Neben OMV und Flughafen sind auch Austro Control oder andere
Gebührenstellen Adressaten für Sanierungsbeiträge. Es gehe nicht um
"Notgroschen" zur Krisenüberbrückung, sondern um ein "gemeinsames
Verständnis für Standortinteressen", argumentierte die AUA bisher.
Airliner Lauda zeigte sich empört: "Die AUA darf keinen Spezialtarif
bekommen, sonst müssen sie mir und jeder anderen Fluggesellschaft
auch einen geben."
"Wettbewerbsverzerrung". Einmal mehr sprach Lauda von einer "enormen Wettbewerbsverzerrung"
durch den Verkauf der AUA an die deutsche Lufthansa. Nach wie vor sei
er überzeugt, dass der geplante Deal nicht so leicht über die Bühne
gehen wird. Neben Brüssel schoss der flyniki-Gründer auf die AUA ein:
"Die AUA hat zwei Probleme: zu hohe Kosten und zu wenig Passagiere.
Sie muss endlich Flüge kürzen." Sobald die Lufthansa die AUA
übernommen hat, würden ohnehin Strecken und Flüge gekürzt werden.
Derzeit tue die AUA nichts, um ihre Lage zu verbessern, sondern warte
einfach ab, bis die Lufthansa sie übernimmt, so Lauda. Er selbst
halte seine Augen und Ohren stets offen und wird "jede Lücke, die die
AUA aufmacht" nützen.
Rekord. Lauda hat mit seiner Billigfluglinie flyniki 2008 nach eigenen
Angaben ein Rekordergebnis erwirtschaftet. Die Gesellschaft
beförderte im Vorjahr 2,1 Millionen Gäste, knapp ein Viertel mehr als
2007. Der Umsatz kletterte um 25 Prozent auf 229 Mio. Euro nach oben,
der Gewinn nach Steuern erhöhte sich um 103 Prozent auf 7,1 Mio.
Euro. Heuer schaffe flyniki 150 neue Arbeitsplätze - vor allem in den
Bereichen Flugbetrieb und Technik. Damit werde der Mitarbeiterstand
im Jahr 2009 auf mehr als 500 steigen.
Ziel für 2009. Das Passagierziel für 2009 setzt Lauda hoch an - heuer möchte
flyniki um 30 Prozent mehr Gäste befördern als im vergangenen Jahr.
Die Anzeichen, dieses Ziel zu erreichen, stünden gut: Im Jänner und
Februar habe das Passagierplus knapp 41 Prozent betragen. Dem
gegenüber stehe ein Einbruch des Gesamtvolumens am Flughafen Wien von
minus 14,3 Prozent.
Streckennetz ausgebaut. Im Sommer 2009 wird die Billigfluglinie ihr Streckennetz weiter
ausbauen: Künftig wird Fly Niki dreimal pro Woche zwischen Innsbruck
und Palma de Mallorca hin- und herfliegen. Die Strecke Wien-Rom wird
ab Mitte Juni aufgestockt - statt einmal wird nun zweimal täglich
geflogen. Ab Mai bedient die Airline den Kurs Wien-Malaga dreimal in
der Woche. In Graz soll ein Airbus A320 positioniert werden und die
Aufnahme von 5 wöchentlichen Verbindungen zwischen Graz und Palma mit
Anschlussmöglichkeiten im Air Berlin-Hub Palma auf die Iberische
Halbinsel erfolgen. Weiters werden ab Graz Feriendestinationen wie
Rhodos, Heraklion, Antalya bedient. Zwischen Österreich und den
Balearen bzw. dem Festland wird es im Sommer 90 wöchentliche
Verbindungen geben, kündigte Airline-Boss Lauda heute an.
Langstrecken seien aber "kein Thema", meinte Lauda. "Schuster bleib
bei deinen Leisten."
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Fly Niki hält einen Passa-













