Auch Lauda hält Platzen des AUA-Deals für möglich
Laut Lauda könne die AUA ohne Zuschüsse nicht mehr fliegen. Die AUA sei in Wahrheit pleite, das Sparpaket komme zwei Jahre zu spät. Er wirft dem ÖIAG-Ausschuss Wettbewerbsverzerrung vor. Auch die "Aufsichtsräte zur Verantwortung ziehen".

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Der Mehrheitseigentümer der Billigfluglinie "Fly
Niki", Niki Lauda, kritisiert den ÖIAG-Zuschuss für die AUA als
Wettbewerbsverzerrung, durch die seine eigene und andere Airlines
benachteiligt würden. Die Zustimmung der EU sei daher keineswegs eine
ausgemachte Sache und die Übernahme der Austrian Airlines durch die
Lufthansa könnte an EU-Auflage noch scheitern, sagte Lauda der
Tageszeitung "Österreich" (Sonntagsausgabe).
"Wettbewerbsverzerrung".
"Ich sehe mich damit konfrontiert, dass die ÖIAG der AUA 200
Millionen Euro Zuschuss gibt und die AUA gleichzeitig die Flugpreise
auf Strecken senkt, wo sie gegen mich fliegt. Wenn das keine
Wettbewerbsverzerrung ist, kenne ich mich nicht mehr aus", wird Lauda
zitiert.
Deal.
"Man kann sich als theoretische Annahme ein Worst-Case-Szenario
vorstellen: Von Brüssel kommen Auflagen, wo die Lufthansa dann meint:
Bumm, das ist jetzt gar nicht mehr so interessant. Von den 500
Millionen, die es als Zuschuss gibt, sind vielleicht nur mehr 200 da
- weil 300 Millionen im heurigen Jahr verblasen wurden ... ich bin
mir sicher, dass die Lufthansa gesagt hat, sie macht den Deal nur
vorbehaltlich bestimmter Dinge."
Pleite.
Die AUA sei in Wahrheit pleite, meint Lauda. "Wenn sie die
Zuschüsse vom Staat nicht bekäme, könnte sie heute nicht mehr
fliegen."
Verantwortliche Aufsichtsräte.
Dem AUA-Sparpaket gibt Lauda wenig Chancen. "Das hätten sie schon
vor zwei Jahren machen sollen. Die AUA ist jetzt doppelt gefangen:
Sie hat enorme Altlasten und fliegt in die Rezession." Verantwortlich
für die Situation sei für Lauda der scheidende AUA-Chef Alfred Ötsch,
aber auch der gesamte Aufsichtsrat, allen voran Peter Michaelis. "Die
Aufsichtsräte müssen auch zur Verantwortung gezogen werden."













