Lage spitzt sich zu: Mitarbeiter der AUA zittern um Jobs
Mindestens jeder vierte Beschäftigte muss mit Kündigung rechnen. AUA soll heuer 110 Millionen Euro einsparen. Auch Gehaltskürzungen stehen im Raum.

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Man könnte AUA-Chef Alfred Ötsch, dessen Vertrag quasi über Nacht gelöst wurde, als Wahrsager bezeichnen. Im Sommer sprach er von "Grauslichkeiten", die über die Fluggesellschaft hereinbrechen würden, werde nicht rasch ein Partner gefunden. Die Lufthansa ist als Partner da, der AUA bläst ein scharfer Sturm ins Gesicht.
Millionen-Abfertigung.
Ötsch verliert mit der Lösung seines Vertrages Pensionsansprüche in der AUA, das wird er mit 1,1 Millionen Euro Abfertigung verschmerzen. Die AUA-Mitarbeiter zittern um ihre Existenz. Von den derzeit 8000 Beschäftigten werden nach aktuellen Berechnungen etwa 2000 den Arbeitsplatz verlieren. Die AUA muss heuer 110 Millionen Euro an Kosten einsparen. Die zwischenzeitlichen AUA-Chefs Peter Malanik und Andreas Bierwirth müssen strikte Vorgaben erfüllen. Von 2010 bis 2012 soll der Verlust um 200 Millionen verringert werden. Für 2008 rechnen Experten mit einem Verlust von 170 bis 200 Millionen Euro. Ohne die von der EU genehmigte Rettungsbeihilfe des Staates in Höhe von 200 Millionen Euro könnte die AUA heuer kaum die ersten sechs Monate überleben.
"Kurzfristiges Krisenpaket".
Die AUA schnürt, sagt Malanik, ein "kurzfristiges Krisenpaket" über 225 Millionen Euro. Dazu gehört die Auflassung weiterer Strecken, die Senkung der Personalkosten auch durch Verzicht auf Teile des Gehalts. Weiters wird von Lieferanten ein Sanierungsbeitrag eingefordert werden.
Einsparungen.
Der Betriebsrat wird Vorschläge zur Einsparung von 50 Millionen Euro erarbeiten. Kurzarbeitsmodelle werden berechnet, bei weniger Strecken würde weniger Personal benötigt, erklärte der Betriebsratschef im kaufmännisch-technischen Bereich, Alfred Junghans.
Proteste möglich.
Nimmt man die Swiss als Beispiel, die ebenfalls von der Lufthansa übernommen wurde, musste dort im Zuge der langwierigen Sanierung fast jeder zweite Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Proteste gegen Maßnahmen seien laut Betriebsrat nicht ausgeschlossen.














