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"Verschnupfter" Oligarch: AUA kriegt Anflugverbot für Dnepropetowsk Aufregung bei AUA: Austro Control erhöht Gebühren Voriger Artikel Aktuelle Artikel: AUA Nächster Artikel "Verschnupfter" Oligarch: AUA kriegt Anflugverbot für Dnepropetowsk Aufregung bei AUA: Austro Control erhöht Gebühren
Zuletzt aktualisiert: 05.08.2008 um 17:17 UhrKommentare

AUA: "Der beste Weg" oder "Scheinlösung Marke Rot-Schwarz"?

Das Ergebnis des heutigen AUA-Politgipfels findet Beifall von Regierungsseite, Kritik gibt es dagegen von der Opposition.

AUA-Chef Alfred Ötsch begrüßt in einer ersten Stellungnahme die erzielte Einigung "als Basis für einen Privatisierungsauftrag und damit für eine zukünftige strategische Partnerschaft. Das ist in diesem schwierigen Umfeld der beste Weg für Austrian Airlines und ihre 8.000 Mitarbeiter." Die Politik habe mit dieser Entscheidung bewiesen, "dass sie die Verantwortung für den Wirtschaftsstandort über die Wahlkampfinteressen stellt."

Einigung. Beim heutigen Gipfeltreffen hatten sich SPÖ und ÖVP darauf geeinigt, dass sich die staatliche ÖIAG auch komplett aus der AUA zurückziehen kann, wenn gleichzeitig eine österreichische Sperrminorität von 25 Prozent plus eine Aktie gesichert ist.

Im Interesse der ÖVP. "Dass die AUA nun bis zu 100 Prozent privatisiert wird, ist zu 100 Prozent im Interesse der ÖVP", applaudiert auch ÖVP-Finanzsprecher Günter Stummvoll. Damit würden in Summe 65.000 Arbeitsplätze bei der AUA und am Wiener Flughafen gesichert. Bei voller Privatisierung bleibe ein privater österreichischer Kernaktionär. Die Marke AUA müsse erhalten, die Entscheidungszentrale in Österreich bleiben. Wichtig sei zudem "die Aufrechterhaltung eines dem Standort angemessenen Streckennetzes".

Hundstorfer erfreut. Auch ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer begrüßt die Einigung: "Eine AUA-Struktur mit österreichischen Kernaktionären führt dazu, dass nicht nur finanzielle Ertragsinteressen vertreten werden. Auch Arbeitsplätze, Wirtschaftsstandort und Streckennetz können die mit Sperrminorität ausgestatteten österreichischen Eigentümer im Interesse des Landes im Auge behalten", so der ÖGB-Präsident.

Strategische Einflussnahme. Bei einem Verkauf der Airline dürfe sich Österreich nicht die Möglichkeiten der strategischen Einflussnahme auf dieses "wichtige Kernunternehmen" nehmen lassen. Ein Vollverkauf an die Lufthansa würde die Bedeutung des Luftfahrtdrehkreuzes Wien massiv in Frage stellen, meinen auch die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) Wolfgang Katzian und der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida, Rudolf Kaske.

Zufrieden zeigt sich auch Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S. Durch die Sperrminorität blieben die österreichischen Interessen gewahrt: "Das ist gut." Besonders wichtig sei ihm dabei, dass die Drehscheibenfunktion des Unternehmens mit der heutigen Entscheidung gesichert bleibe: "Es ist uns sehr wichtig, dass diese erhalten bleiben."


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