Air France-KLM zog Übernahmeangebot für Alitalia zurück
Die Begründung: Die italienische Fluglinie habe die rechtliche Lage nach den gescheiterten Gesprächen nicht geklärt.

Foto © ReutersAlitalia steckt seit Jahren in der Krise
Knapp drei Wochen nach den gescheiterten
Verhandlungen über eine Übernahme der angeschlagenen italienischen
Fluggesellschaft Alitalia hat Air France-KLM ihr Angebot
zurückgezogen. Das Angebot habe keine Gültigkeit mehr, da die
Bedingungen nicht erfüllt seien, erklärte die
französisch-niederländische Airline am Montagabend in Paris. Alitalia
habe es versäumt, die rechtliche Lage nach den gescheiterten
Gesprächen vom 2. April zu klären, hieß es in der Mitteilung.
Alitalia in der Krise
Pro Tag macht das Unternehmen rund eine Million Euro Verlust.
Angebot.
Air France-KLM hatte am 14. März ein Angebot vorgelegt, das den
italienischen Konkurrenten mit 139 Millionen Euro bewertet. Der
Aufsichtsrat von Alitalia hatte das Angebot, das die Streichung von
etwa 2.100 Stellen vorsah, akzeptiert. Die Verhandlungen scheiterten
jedoch an neuen Forderungen der Gewerkschaften.
Sondierungen.
Der künftige italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hatte
kurz nach seinem Wahlsieg rasche Sondierungen zur Zukunft der von
Insolvenz bedrohten Alitalia angekündigt. Angesichts der
festgefahrenen Verhandlungen mit Air France-KLM hatte er erwogen,
auch die russische Aeroflot in die Gespräche miteinzubeziehen.
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Insgesamt sollten 8,7 Mio. Aktien von Air France-KLM gegen 100 Prozent der Aktien von Alitalia ausgetauscht werden.















